Ein Jahr in Platten mit: Joe Volk

von am 15. Dezember 2012 in Adventskalender 2012, Featured

Ein Jahr in Platten mit: Joe Volk
© Sadie Blackman

2012 war ein Jahr vieler großartiger Platten toller Bands. Einige davon haben es uns aber besonders schwer angetan – ein Grund mal nachzufragen, was gerade diese Musiker also dieses Jahr denn an Veröffentlichungen so richtig gut fanden. Diesmal mit Joe Volk aus Bristol, der mit Crippled Black Phoenix die Abzweigung zum Classic-Rock nur noch auf ‚(Mankind) The Crafty Ape‚ mitgehen wollte, dafür aber auf seiner Split-EP mit Boris die mitunter eindringlichsten Singer-Songwriter Nummern des Jahres abgeliefert hat.
[Zur englischsprachigen Version]

Goat - World Music[amazon_link id=“B008MM7C2C“ target=“_blank“ ]Goat – ‚World Music‘[/amazon_link]
Goat sind ein Musikerkollektiv, mit drei Kern-Mitgliedern die in einem kleinen Dorf in Schweden namens Korpilombolo ihre Basis haben, wo das Kollektive auch entstand und immer wohnhaft war. Dieses Album erschien auf Rocket Recordings, sehr guten Freunden von Invada. Ein bizarres und aufbauendes Psychedelic-Rock Album, das bei jedem Durchgang mehr Entdeckungen offenbart. Folk-Songs mit Fuzz-Gitarren, Tribal Beats, eklektischen Samples und afrikanischen, sogar südafrikanisch klingenden, hypnotischen Gesängen. Daraus entstand ein großartiges Album. Die sind wie die finnische Band Kingston Wall gemischt mit Zun Zun Egui – aber anders.
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Frank Ocean – channel ORANGE [amazon_link id=“B008CNG52O“ target=“_blank“ ]Frank Ocean – ‚channel ORANGE‘[/amazon_link]
Ich schätze mal, man kann dieses Album als modernen R&B beschreiben, wovon ich eigentlich kein Fan bin. Wie auch immer, irgendwie hat mich dieses Album doch gekriegt. Da sind zumindest sechs oder sieben unglaubliche Songs drauf. Von Zeit zu Zeit lande ich immer wieder bei dieser Platte. Ich habe großen Respekt vor Frank Ocean als Songwriter und ich bin schon gespannt darauf, was er als nächstes machen wird. Ich denke aber auch, dass dieses Album nahe an der Perfektion ist. Er ist ja auch Mitglied des OFWGK†Δ Kollektiv, das mir mein Freund Natch nahegelgt hat, von denen ich nun auch Fan bin.

Trash Talk - 119[amazon_link id=“B0091V6TCW“ target=“_blank“ ]Trash Talk – ‚119‘[/amazon_link]
Eine Hardcore Band von der Westküste der USA. Das ist ihr zweites oder drittes Album, glaube ich zumindest. Zuallererst habe ich von ihnen ein paar Tracks jener Platte auf einer Internet-Radiostation gehört, die Steve Albini produziert hat. Auf einem dieser Songs meine ich Keith Morris gehört zu haben, aber wie auch immer, ich vergaß die Band dann wieder bis ich dieses Jahr einen Artikel über sie gelesen habe. Ich habe mir ihr Album besorgt und mochte es sofort. Diese Musik kann ich freilich nicht immer hören, die Platte läuft also nicht so oft, wie die anderen in dieser Liste. Aber wenn ich in der richtigen Stimmung bin, ist sie einfach nur unglaublich. Radikal.“

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Beak[amazon_link id=“B0083VZ5OO“ target=“_blank“ ]Beak> – ‚>>‘[/amazon_link]
„Ich liebe Beak>. Ganz offensichtlich existiert da eine Verbindung wegen Invada, aber ich schätze sie tatsächlich als Band. ‚I Know‚ von ihrem ersten Album ist einer meiner Lieblingssongs überhaupt. Das erste Mal live hab ich sie vor knapp drei Jahren in London gesehen, und sie sind wirklich eine fantastische Live-Band. Ich würde auch noch ihre gerade erst veröffentlichte Single ‚Mono‚ mit hier rein nehmen, auch wenn die nicht auf dem Album ist. Geoff’s Vocals hier sind großartig, irgendwie ist der Song ein neues ‚I Know‚ für mich. Der Track ‚Yatton‚ vom Album ist auch so großartig. So ist das eben.“

Lana del Rey - Born to Die[amazon_link id=“B0064IP0SE“ target=“_blank“ ]Lana Del Ray – ‚Born To Die‘[/amazon_link]
Meine letzte Wahl fiel zwischen ‚Who Needs Who‚ von Dark Dark Dark, ‚Visions‚ von Grimes‚ und eben diesem Album. Ich habe mich für dieses entschieden, weil ich es einfach öfter gehört habe als die anderen und es auch eine höhere Halbwertszeit für mich hat. Die ersten paar Male als ich es hörte störte mich die Produktion enorm, das tut sie auch heute noch. Ich habe ihr trotzdem immer wieder Chancen gegeben und ähnlich wie bei Frank Ocean hat die Platte mich irgendwann gekriegt. Es ist natürlich Pop, aber die Stärke (mancher) Songs scheint nach und nach durch die Produktion. Sie hat nicht alle Songs selbst geschrieben, ihre Co-Songwriter spielen also in dieser Wahl ebenso eine große Rolle. Ich liebe ihre großartige Stimme, ihr weitreichendes Volumen. Das dazu.“

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