Oliver

Calexico – The Thread That Keeps Us

Calexico – The Thread That Keeps Us

von am 22. Januar 2018

Der Clou ist natürlich nicht, dass Calexico auch auf ihrem neunten Studioalbum einmal mehr so unverkennbar nach Calexico klingen. Der Clou ist viel mehr, dass sie dies einmal mehr nicht unverrückbar tun, sondern ihren typischen Sound ein weiteres Mal geschickt um minimale Nuancen soweit verlagern, dass ihre zuverlässige Souveränität keine gravierenden Abnutzungserschneinungen zeigt.

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Black Rebel Motorcycle Club – Wrong Creatures

Black Rebel Motorcycle Club – Wrong Creatures

von am 16. Januar 2018

Specter at the Feast war vor fünf Jahren vor allem ein Tribut: An Rovert Levon Beens verstorbenen Vater Robert, aber auch an eine etwas zu routiniert gewordene Zuverlässigkeit und gestiegene Verdaulichkeit des Black Rebel Motorcycle Club. Wrong Creatures setzt nun mehr oder minder ansatzlos bei exakt diesem Punkt an, versucht gewissermaßen jedoch weniger nach hinten, als nach vorne zu blicken.

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N.E.R.D. – No One Ever Really Dies

N.E.R.D. – No One Ever Really Dies

von am 5. Januar 2018

Pharrell Williams, Chad Hugo und Shay Haley reaktivieren N.E.R.D. sieben Jahre nach dem egalen Nothing für das Quasi-Selbstbetitelte zwischen einer relativen Neuerfindung am aktuellen Zeitgeist und typischen Neptunes-Trademarks. Kann man machen.

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Cleric – Retrocausal

Cleric – Retrocausal

von am 25. Dezember 2017

Synapsentanz in der Aventgarde-Achterbahn: Sieben Jahre nach Regression liegt das Debütalbum der Art-Dekonstrukteure Cleric immer noch unbekömmlich im Magen, da springt mit Retrocausal schon die nächste Mindfuck-Herausforderung aus der Deckung.

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Eminem – Revival

Eminem – Revival

von am 24. Dezember 2017

Traurig: Rap God Eminem präsentiert sich auf Revival endgültig nur noch als Schatten seiner selbst. Studioalbum Nummer Neun - sein bisher mit Abstand schwächstes - ist ein überlanges Potpourri aus beliebigen Anbiederungen und uninspirierten Geschmacklosigkeiten.

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Morbid Angel – Kingdoms Disdained

Morbid Angel – Kingdoms Disdained

von am 14. Dezember 2017

Mit Fanservice zurück zur Relevanz: Morbid Angel machen auf ihrem ersten Studioalbum seit annähernd sechs Jahren verdammt viel richtig - einfach schon dadurch, dass Kingdoms Disdained kein zweites Illud Divinum Insanus geworden ist.

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Glassjaw – Material Control

Glassjaw – Material Control

von am 6. Dezember 2017

In den eineinhalb Dekaden seit den Genre-Klassikern Everything You Ever Wanted to Know About Silence und Worship and Tribute haben Glassjaw ein ausgiebiges Bad im psychotischen Noise genommen und dabei einen dicken Bass-Fetisch entwickelt. Das lässt Material Control im neuen Soundgewand erst an die beiden Vorgänger anknüpfen, nur um sich danach überraschend agressiv im Kreis zu drehen.

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Björk – Utopia

Björk – Utopia

von am 4. Dezember 2017

Die klaffende Wunde am Herzen, die der schmerzhaft dystopische Vorgänger Vulnicura behandelte, scheint endgültig verheilt. Zeit also für Björk, auf ihrem zehnten Studioalbum die Utopie des kommendes Matriarchats zu erträumen. Gegebenenfalls auch mit Pauken Flöten und Trompeten Flöten.

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Paul Plut –  Lieder vom Tanzen und Sterben

Paul Plut – Lieder vom Tanzen und Sterben

von am 2. Dezember 2017

Diese zehn Lieder vom Tanzen und Sterben dräuen wie ein apokalyptisches Unwetter über dem nahen Gebirge am Horizont: Schroff, ernsthaft und eindringlich. Paul Plut hat damit vielleicht auch ein bisschen das spartanisch skelettierte Album aufgenommen, für das die Stimmung nach der selbstbetitelten VIECH-Debütgroßtat von 2013 zu wenig dunkel war.

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U2 – Songs of Experience

U2 – Songs of Experience

von am 1. Dezember 2017

U2 und speziell ihre jüngere Discografie scheiße zu finden, ist spätestens seit dem qualitativ soliden PR-Querschläger Songs of Innocence ein klein wenig, wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Songs of Experience macht einem die Sache diesbezüglich leider vielleicht sogar noch einfacher denn je.

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