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Ohne Angst vor Klischees oder optischen Strohfeuern haben die niemals um ein neues Image verlegenen AFI mit Silver Bleeds The Black Sun… den idealen Sound gefunden, um in Würde älter werden zu können. Jetzt fehlen ihnen eigentlich nur noch die wirklich starken Songs dafür.
AFI behalten sich für Bodies die zuletzt gezeigte Schmissigkeit und unmittelbare Eingängigkeit bei, lassen allerdings die auf dem Blood Album gepflegte Tendenz zur Hardcore-Rückkehr gänzlich außer Acht.
Wieder mit mehr Zug zur punkigen Eingängigkeit, aber weiterhin ohne die nachhaltige Klasse von einst: AFI agieren auf The Missing Man, ihrer ersten EP-Veröffentlichung seit knapp 16 Jahren, schmissig wie lange nicht.
Dass AFI ihr zehntes Studioalbum (wie bereits die gleichnamige und ungebilligte 2014er-Best of-Compilation) nach sich selbst benannt und dazu offiziell mit (The Blood Album) untertitelt haben, macht durchaus Sinn: Davoy Havok und Co. haben sich hier eine alternative Retrospektive durch alle Bandphasen gezüchtet, die zumindest oberflächlich die Quadratur des Kreises suggeriert.
Zyniker werden behaupten das Beste am nunmehr neunten AFI Album sei die an die Veröffentlichung geknüpfte Tour mit (und wegen) Touchè Amorè. Dabei zeigt sich anhand von 'Burials' einmal mehr: Totgesagte leben einfach länger.
Den schützenden Hafen einer großen Plattenfirma hinter sich lassend, setzen Archspire ihr fünftes Studioalbum Too Fast to Die nicht nur wegen personeller Umbrüche einen grundlegend schweren Stand aus, war die bisherige Diskografie der Kanadier doch ein steter Optimierungsprozess, der im direkten Vorgänger Bleed the Future seinen vermeintlichen Idealzustand so nahe wie möglich gekommen ist.
Seit 2020 sichtet Justin Vernon die Archive nach dem idealen Material für eine umfassenden Konzert-Werkschau-Serie über seine Band. Diese startet nun mit Volumes: One (Selections From Music Concerts 2019-2023 Bon Iver 6 Piece Band).
U2 klingen endlich wieder nach U2. Und die dazugehörigen Songs der - nur wenige Wochen nach dem Überraschungs-Coup Days of Ash veröffentlichten - Easter Lily EP sind auch alles andere als übel!
Livealben sind in der Diskografie von Ichiko Aoba wahrlich keine Seltenheit, sondern beinahe schon eher eine alljährliche Tradition. Der als 15th Anniversary Concert veröffentlichte Mitschnitt vom 20. Jänner 2025 gehört aber zu ihren besten.
Wer die Enttäuschung darüber verdauen kann, dass sich Leather Temple frustrierenderweise einfach nicht wie der Abschluss der (2018 begonnenen und 2022 fortgesetzten) Album-Trilogie von Carpenter Brut anfühlt, darf eigentlich seine helle Freude an diesem Syntherpunk Hyperdrive Through Time haben.










