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Optional auch als Konzertfilm von Fernando Frías de la Parra erhältlich, ist Memento Mori: Mexico City ein Zusammenschnitt dreier Shows im Foro Sol Stadium, die Depeche Mode im September 2023 auf der Tour zu ihrem rundum tollen 15. Album gespielt haben.
Ambivalente Vorzeichen: Drohen Depeche Mode trotz ihres besten Studioalbums seit rund 18 Jahren als vielversprechenden Rückenwind auf der Memento Mori-Tour im Klagenfurter Wörthersee Stadion abzusaufen?
Memento Mori, das Album nach dem Tod von Andy Fletcher, sieht sich mit Erwartungshaltungen konfrontiert, die nach Sounds of the Universe, Delta Machine und Spirit eigentlich keineswegs angemessen sind.
Die Frage, wo denn nun die Revolution sei, lassen Depeche Mode nach einer langweiligen Vorabsingle auch im weiteren Verlauf von Spirit offen. Abseits davon versuchen sich Gore, Gahan und Fletcher in der andauernden Schwächephase ihrer Karriere für ihr mittlerweile vierzehntes Studioalbum allerdings routiniert auf gegebene Stärken und eine neu fokussierte Politisierung zu verlassen.
Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher, das Triumvirat der Düstersynthies, könnte sich dank umfangreichem Schaffen mittlerweile getrost zur Ruhe setzen. Sie tun es nicht und schaffen es seit Jahrzehnten, sich immer wieder ein bisschen neu zu erfinden, immer haarscharf am Mainstream entlang, aber auch immer mit der richtigen Portion frischen Sounds. Im Studio gelingt das mal weniger ('Sounds of the Universe') und mal mehr ('Delta Machine'). Live allerdings beweisen Depeche Mode, warum man auch in Zukunft mit ihnen rechnen muss – und warum sie gut daran täten, verstärkt auf aktuelle Songs in ihren Sets zu setzen.
'Delta Machine' ist eine weitestgehend inspirationslose Nummer Sicher-Angelegenheit geworden, ein halbseidener Vorwand um wieder einmal die alten Hits in ausverkaufte Arenen bringen zu können und ziemlich sicher sogar das zweitschwächste Depeche Mode-Album der Post-Post Alan Wilder-Phase. Einzig: nicht nur nach dem Totalausfall 'Sounds of the Universe' weiß man das dreizehnte Album der Engländer trotzdem zu schätzen.
Ein New Model, tatsächlich: James Kent schlägt nach dem nahezu formvollendeten 2016er-Highlight das nächste Kapitel in der Evolution von Pertubator auf und zelebriert seine dunkel-dystopische Retro-Synth-Elektronik mittlerweile mit besonders harter Hand.
Die stille Zeit des Jahres ist praktisch vorbei - also gilt es nun, nochmal ganz objektiv auf die 50 besten Alben von 2025 zurückzublicken, während schon die ersten vielversprechenden Platten von 2026 auf dem Radar aufgetaucht sind. Den Anfang machen die Plätze 30 bis 21.
Marilyn Mansons Tour-Gitarristin Reba Meyers nutzt die Auszeit von Code Orange, um sich mit der Clouded World EP erstmals auf (aus der vetrauten Komfortzone hinausführenden) Solowegen auszuprobieren.
Trotz spürbarem Gefälle: Man muss sich auf dem vierten Album von Nation of Language nicht nur die Kirschen herauspicken, um durch Dance Called Memory ein paar der schönsten Songs vorzufinden, die dem verträumten Indie Synth Pop und New Wave in jüngerer Vergangenheit geschenkt wurden.


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