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Das kurzsichtige 20/20 Vision wirft unwillentlich die Frage auf, ob Präsident Trump im Amt wirklich im Umkehrschluss gute Zeiten für den Punk bedeuten muß. Anti-Flag verstehen den Umstand jedenfalls als Steilvorlage für leere Phrasen und gewohnt gefällige Ohrwürmer.
Unmittelbar nach dem 20 jährigen Geburtstag seiner Band dämmert es sogar Justin Sane: "There must be more to life than this". Deswegen ist er allerdings noch lange nicht bereit, sich mit Anti-Flag auch über deren unermüdlich beackertes Plansoll hinauszubegeben.
Die politisch motivierten Punkrocker Anti Flag werden nach eigenem Ermessen 20, feiern die Feste wie sie fallen und warten deswegen mit ihrer ersten Werkschau (strategisch geschickt ins Sommerloch platzend) auch nicht erst auf die obligatorische Best-of-Saison rund um Weihnachten. Eine runde Sache.
Weil die Wall Street besetzt ist und Protestsongs ohnedies nie aus der Mode kommen, biegen Anti-Flag rechtzeitig zur proklamierten nächsten Krisenstimmung um die Ecke. Alles beim Alten, das Meiste wieder besser.
The Five Stages of Grieve als instrumentale Ambient-Odyssee: Incantations
Mit der Single Impression steht schon ein erster Vorbote des nächsten regulären Ducktails-Studioalbums in der Startlöchern. Doch bevor dieses erscheint, serviert Matthew Mondanile erst einmal die Resterampe Ramapo River Anthology.
Als Teil der The Mars Volta-Werkschau La Realidad De Los Sueños - The Reality of Dreams - bekommt Landscape Tantrums (Unfinished Original Recordings of De-Loused in the Comatorium) zumindest digital auch einen gesonderten Release von Clouds Hill spendiert.
Dass Doves in zwei Tranchen jeweils drei bisher nicht auf Streamingdiensten verfügbare Nummern auflegen, ist eigentlich nicht der Rede wert, aber hey: Remnants I ist das erste Lebenszeichen der Band seit über einem Jahrzehnt!
Vom Verlieren und Festhalten der Hoffnung in Zeiten essentieller Verluste: Elbow beweisen auf ihrem bisher wohl tatsächlich dunkelsten Album Haltung und finden für Giants of All Sizes Trost in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Alternative Rock im Spannungsfeld aus Score-Kontemplation und Klavier-Wohlklang: Vierzehn Jahre haben Billy Howerdel und Maynard James Keenan benötigt, um mit Eat the Elephant ein (je nach Zählweise) viertes Studioalbum von A Perfect Circle aufzunehmen, das nahezu alle Erwartungshaltungen unterläuft.










