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Mit ihrem (nominellen) Zweitwerk Backwater sind Fuoco Fatuo aus Varese in der Lombardei im Doom-Wahnsinnsjahr 2017 rückblickend etwas undankbar abseits der breiten Wahrnehmung vegetiert. Vielleicht ist der Nachfolger Obsidian Katabasis auch deswegen ein derart trostloser Akt des destruktiven Fatalismus geworden.
Man muss natürlich schon ein Zyniker sein, um Father of All Motherfuckers als bestes Green Day-Album seit mindestens einem Jahrzehnt zu bezeichnen. Richtig wäre es trotzdem - was aber eigentlich mehr über die vier Veröffentlichungen der vergangenen Dekade aussagt, als über die letztendlichen Qualitäten des dreizehnten Studioalbums der (ehemaligen?) Punkrocker.
Mike WiLL Made-It trommelt für das Begleitalbum der Creed-Fortsetzung die Creme de la Creme aus seinem trendigen Portfolio zusammen. Ein rundum überzeugendes Album will das Großmaul der versammelten Rap-Prominenz aber nicht auf den Leib produzieren.
Wer den Verlust von Oceansize 4 Jahre nach deren (unrühmlichen) Ende immer noch nicht überwunden hat, wird sich auf dem Debütalbum vom ehemaligen Frontmann der britischen Nischenlieblingen sofort wie zu Hause fühlen. Darüber hinaus führt 'The Demon Joke' aber auch vor, das Mike Vennart's Songwriting an den Freiheiten von British Theatre und mehr noch den Erfahrungen als Tourgitarrist von Biffy Clyro gewachsen ist.
Wenn es noch eines Beweises bedarf, dass die Welt vor einiger Zeit in eine Paralleldimension und alternative Zeitlinie abgebogen ist, dann liefert Fat Mike diesen mit Single Album: NOFX-Songs erschließen sich nicht mehr unmittelbar, sondern verlangen Zeit, um sich als Grower zu erweisen.
Die Pause zwischen ihren Alben werden wieder kürzer, die Qualität bleibt jedoch annähernd hoch: Lagwagon verlängern mit Railer den mit Hang (2014) ausgerufenen zweiten Frühling, machen ihrem Unmut über den Zustand der Welt aber näher an ihren 1992er-Wurzeln Luft.
Man nehme NOFX, Lagwagon, No Use for a Name und Swingin’ Utters – vier der wohl bekanntesten und erfolgreichsten Bands, die die Punkszene in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Man stelle sich vor, einzelne Mitglieder dieser Szenegrößen, genauer gesagt Joey Cape, Fat Mike, Spike Slawson, Chris Shiflett und Dave Raun, formieren sich Mitte der 90er zu einer Coverband, die Pop-Klassiker in feinster Punkrock-Manier neu interpretiert.
Bald ist es schon zwei Jahre her, dass No Use for A Name- Mastermind Tony Sly im Alter von 41 plötzlich von uns gegangen ist. Er hinterlässt neben Frau und Kind eine riesige Lücke in der Punkszene, die schwer zu füllen sein wird. Die 1987 gegründete Band, die Sly ab 1990 bereicherte, galt lange Zeit als DAS Flaggschiff des melodiösen Hardcore.
„Old songs, old songs, they’re never quite right and they’re never quite wrong“. Da schau her! Wer positioniert sich denn da in der schon beim ersten Chorus eigenmächtig in der weiten Ebene musikalischer Mittelmäßigkeit und führt ein weiteres Besprechen der Debüt-LP vorab ad absurdum. Nein, bei diesem Country/Punk-Quintett ist der letzte Drops sicher noch nicht gelutscht und das Glas zumeist halb voll. Wär ja noch schöner, höhö!
Zurück in die Zukunft: Das eklektische Potpourri Shish erinnert sich an die Attitüde der Frühphase und schlägt damit, von den Fesseln des Majorlabel-Vertrags befreit, ein neues Kapitel für Portugal. The Man auf.










