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Ein regelrecht beschaulicher Österreich-Stopp nach 45.000 Menschen in London: Fontaines D.C. sind dank des breitenwirksamen Romance weit über den Hipster-Konsens hinausgewachsen und füllen die Freilufthalle B der Messe Graz mit einem heterogenen, begeisterungsfähigen Publikum.
Fontaines D.C. setzen ihren Weg zur Indie-Weltherrschaft fort: das janglepoppige It’s Amazing To Be Young sollte der bisher massentauglichste Ohrwurm der irischen Hipster-Band werden.
Runder, massentauglicher, poppiger: Fontaines D.C. erfinden sich nach drei Alben im Post Punk mit Romance zwischen 90er Nostalgie und dem zeitlosen Existentialismus des Britrock ein gutes Stück weit neu.
Kein Grund zum Fluchen: Fontaines D.C. kehren auf Skinty Fia in ihre Heimat zurück um die Erkenntnisse zu übersetzen, die rund um das zwei Jahre alte A Hero's Death die Perspektiven erweiterten.
Die Regeln des (Record Store Day-)Marktes besagen, dass bei Fontaines D.C. nach zwei Studioalben eine Liveplatte längst überfällig ist. Live at Kilmainham Gaol erfüllt diese Nachfrage durchaus sehr souverän.
Fontaines D.C. haben wohl selbst am besten gewusst, dass die der als Debütalbum getarnten Songsammlung Dogrel zuletzt eingeschobenen Stücke wie The Lotts oder Dublin City Sky in ihrer kontemplativeren Ausrichtung die besten der Platte waren. Zumindest wird A Hero's Death durch die Rückschlüsse dieser Erkenntnis ein ziemlicher Schritt nach vorne für die Band.
Wer die Dubliner schon länger auf dem Schirm hat, wird durch Dogrel als Singlesammelsurium wohl enttäuscht werden. Alle anderen könnte der Post-Punk der Band allerdings zur richtigen Zeit erwischen.
Mit einem klug gewählten Release-Termin nur wenige Tage nach Silvester war dem Sprints-Debüt Letter to Self ohne große Konkurrenz ein gebührendes Maß an Aufmerksamkeit gewiss. All That Is Over veröffentlicht die Band aus Dublin dagegen selbstbewusst zu einer weitaus umkämpfteren Phase des Jahres.
Nach Songs for Praise und vor allem Drunk Tank Pink war es mit Food For Worms schon regelrecht zur kaum erwähnenswerten Gewohnheit geworden, mit welch unspektakulären Zuverlässigkeit die Postpunk-Revivalisten Shame ablieferten. Cutthroat ist deswegen eine relativ ernüchternde Erfahrung mit den Londonern.
Rose Elinor Dougall und Graham Coxon bleiben als The Waeve verschieben die Achse aus Produktivität und Formkonstanz ein klein wenig zu ihren Gunsten: Auf das selbstbetitelte Debüt (2023) und City Lights (2024), sowie einem dazugehörigen Sessions-Livealbum vor rund zwei Monaten, folgt nun die EP Eternal.

![Fontaines D.C., Sprints, Leftovers [23.08.2025: Freilufthalle B, Graz] Fontaines D.C., Sprints, Leftovers [23.08.2025: Freilufthalle B, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2025/08/IMG_6386.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)








