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Die beiden Hurts-Köpfe Adam Anderson und Theo Hutchcraft haben sich für Faith die Haare wachsen lassen und versuchen sich auch an moderneren R&B-Beats. Das eine ist egal, das andere keine restlos gute Idee.
Die auf massentaugliche Breitwand-Melancholie abonierten Briten Hurts wagen auf ihrem dritten Studioalbum die Probe aufs Exempel: wieviel überquellende Partystimmung verträgt ihr romantisierter Synthiepop, bevor er einem so richtig auf den Sack geht?
Reichlich Kitsch, ungeniert ausgewalzter Pathos, aufdringliche Gesten und zentnerschwere Romatik im synthetischen Neonlicht der 1980er: die beiden Melodramatiker von Hurts bleiben sich und ihrer Wahrnehmung des Depeche Mode-Vermächtnisses also auch im zweiten Anlauf treu.
Beim Hardlore Jeopardy ist er unlängst als Sieger vom Platz gegangen, seine alte Band Carry On hat er live triumphal reaktiviert - und Nails haben bei Closed Casket Activities unterschrieben. Grund genug für Todd Jones, um mit den beiden neuen Brechern Dollar Bin Generation und Fear Based Life aus dem Nichts kommend zu attackieren.
Widowspeak wollen mit ihrem siebten Studioalbum ein explizit romantisches Werk aufgenommen haben. Und kommt der Titelsong von Roses mit Zeilen wie „You said, "Nothing lasts forever"/ I can't argue with that“ daher?
"Out of the ashes/ Back into the fire". Soastasphrenas steigen als Phoenix aus der Asche und bleiben die ziemlich sicher beste Screamo Band Deutschlands. Doch wollen sie mit ihrem Zweitwerk Eris mehr.
Poison the Well ist mit Peace in Place nach 17 Jahren ein nahezu ideales Comeback gelungen - vielleicht sogar das Album, auf das man als Fan seit 23 Jahren gewartet hat? Indem es das Werk ist, das Versions nicht sein konnte, bieten das Kerntrio Jeffrey Moreira, Ryan Primack und Chris Hornbrook - im Studio ohne Gitarrist Vadim Taver und Bassist Noah Harmon arbeitend - jedenfalls ein ideales Bindeglied zwischen den beiden Converge-Platten von 2026 an.
Street Fighter Vega alias Daniel Pitout produziert aktuell nicht nur Muskelvideos, sondern forciert durch das Kurzformat Appaloosa auch wieder seine Musik-Karriere als Maskenmann Orville Peck.
Ein gut aufgelegter Bryan Adams bespielt über zweieinhalb weitestgehend kurzweilige Stunden die beinahe ausverkaufte Grazer Stadthalle mit einem reichhaltigen Querschnitt durch seine über vierzigjährige, von vielen Hits gespickte Karriere.
Nach der Quasi-Acapella-Interpretation von Suzanne Vegas 1982 Hit Tom’s Diner beschenkt Senkrechtstarterin Silvana Estrada im Jahr nach ihrem wundervollen Debüt Marchita mit einer weiteren, diesmal wieder selbst gezauberten Single: Milagro y Desastre - Miracle and Disaster.









![Bryan Adams [14.12.2023: Stadthalle, Graz] Bryan Adams [14.12.2023: Stadthalle, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2023/12/IMG_3251.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)
