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In dieser Größenordnung des Metal-Zirkus gibt es aktuell wohl kein imposanteres Spektakel als die Live-Shows von Kanonenfieber. Ganz ohne Übertreibung. Das unterstreichen Soldatenschicksale im längst ausverkauften Orpheum.
Noise putzt Kanonenfieber (nach dem starken Konzert-Mitschnitt Live at Dark Easter Metal Meeting) mit Hilfe von Produzent Kristian Kohle auf der U-Bootsmann EP potenziell für ein größeres Publikum heraus.
Nach der relativ unterwältigenden Yankee Division-Nebenhandlung findet Noise mit Der Füsilier wieder beinahe vollständig in die qualitative Spur, deren hohe Standards Menschenmühle 2021 für Kanonenfieber vorgegeben hat.
Noise bleibt 2021 in dauerveröffentlichender Arbeitswut: Neben den aktuell umtriebigen Plattform Non Est Deus legt er nach der Ukraine-Single Stop the War nun auch noch mit der Kanonenfieber-EP Yankee Division nach.
Bevor Kanonenfieber mit Yankee Division nach dem starken 2021er-Einstand Menschenmühle wohl noch einmal einen kräftigen Aufmerksamkeitschub erfahren werden, lenkt Noise die Aufmerksamkeit auf den Krieg in der Ukraine: Stop the War!
Die dogmatisch einzuhaltenden Grenzen zwischen EPs und Alben mögen zwar eigentlich längst verschwunden sein - in den Jahresrückblicken auf Heavy Pop wird den Kurzformaten aber weiterhin explizit gehuldigt.
Neben dem Slift-Appendix Unseenund Songs von Keiji Haino und The William Loveday Intention veröffentlicht das Traditionslabel Sub Pop mitdem Zeal & Ardor-Stück Firewake sogar eine noch unerwartetere Ausgabe der Single-Serie.
Sich 30 als Vinyl-Exemplar pünktlich zum Releasetermin ins Regal stellen zu können war ja eines der geringsten Probleme in einem Jahr, das die finanzielle Zugkraft des Plattenmarktes endgültig aus dem Nischendasein gepresst hat.

![Kanonenfieber, Mental Cruelty [12.03.2026: Orpheum, Graz] Kanonenfieber, Mental Cruelty [12.03.2026: Orpheum, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/03/IMG_3558.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)






