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Brutalo-Derwisch Todd Jones wird bald wieder mit Nails in die das Hardcore-Octagon steigen. Bis dahin bieten sich Lifesick anhand von Love and Other Lies aber als gut vernetzte Sparringspartner an.
Dass Will Oldham sein Bonnie 'Prince' Billy-Alias und jedwede Palace-Inkarnation ablegt, um erst zum zweiten mal in seiner Karriere (nach Joya von 1997) einen Langspieler direkt unter eigenem Namen zu veröffentlichen, macht hier absolut stimmig Sinn: Songs of Love and Horror ist eine an Intimität kaum zu überbietende Acoustic-Retrospektive des 48 Jähren.
Drei Jahre nach The Satanist lebt Behemoth-Frontmann Adam Nergal Darski (ohne Corpsepaint, aber dafür) im Verbund mit Singer-Songwriter John Porter als Me and That seine Vorliebe für das Spannungsfeld zwischen düsterem Americana, romantisierenden Goth-Ansätzen und bluesrockendem Dark-Folk aus. Alleine der adäquate Tribut im Titel darf deswegen als deutlicher Verweis verstanden werden: Songs Of Love And Death ist eine zutiefst eklektische Verneigung vor der Mystik und Folklore der amerikanischen Musikkultur geworden.
Common as Light and Love are Red Valleys of Blood ist wahlweise das ausführliche Opus Magnum des "neuen" Mark Kozelek - oder aber endgültig der egozentrisch-polarisierende Tiefpunkt einer Entwicklung, die Sun Kil Moon seit einigen Jahren vollziehen. Die erschlagenden Masse dieses Doppelalbums suggeriert eher zweiteres, obgleich die Wahrheit wie so oft eher zwischen den Extremen zu suchen ist.
Wem die elfenhaften Songs von Joanna Newsom immer schon ein wenig zu affektiert waren, dem könnte Jessica Pratt zumindest aufgrund der sehr ähnlichen Stimmfarbe unaufdringlich entgegen kommen. Aber nicht nur all jenen schenkt sie 'On Your Own Love Again' - ein absolut klassisches, zeitloses Folkalbum, wie es heutzutage kaum noch jemand schreibt.
"Quatschsongs" wie 'Freibad' hätten sie sich diesmal gespart, sagen Love A und sprechen von einem düstereren zweiten Album. So gravierend sind die Unterschiede zum umjubelten, zwei Jahre alten Debütwerk dann grundsätzlich nicht, dafür lässt sich problemlos behaupten: 'Irgendwie' ist das noch bessere 'Eigentlich' geworden.
Stephin Merritt findet den in den 90ern verlorenen Synthiepop wieder und schreibt ein zwanghaftes Album voller verschleierter Lovesongs. Ganz nett, das!
Durch Alben wie Pretty Paper (1979) oder The Classic Christmas Album (2012) hat Willie Nelson seinen Platz im Rahmen saisonaler Weihnachts-Beschallung ohnedies sicher. Durch den Christmas Love Song wird seine Präsenz aber noch weiter gefestigt.
Mit der herrlich beschwingten Vorabsingle Delirium hat C(hris) Duncan unmittelbar für sein fünftes Soloalbum angefixt. Leider kann It's Only a Love Song die daraus entstandene Erwartungshaltung nicht ganz stemmen.
Spoon geben mit der (je nach Artwork-Farbe die Startplätze tauschenden) Doppel-A-Seite Chateau Blues / Guess I’m Fallin In Love einen Ausblick auf den Nachfolger ihres 2022er-Albums Lucifer on the Sofa.










