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Vage gen Grouper transzendierend: Maria Bobbitt-Chertock alias Maria BC formuliert jenen ambienten Singer Songwriter-Folk auf Spike Field weiter aus, den das Debüt Hyaline 2022 so vielversprechend vorstellte.
| HM | EPs | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01 | [mehr…]
Wie jedes Jahr stellt sich die Frage, ob zumindest eine Handvoll der tollen Alben, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht in die regulären Top 50 geschafft haben, einfach unter den Tisch fallen sollen, nicht: Für ein kleines bisschen des verdienten Spotlights sind die Honorable Mentions da. Auch wenn die heuer aus allen Nähten platzen, weil die Lage 2024 insofern besonders präkerer war, da der Schwall an herausragenden Veröffentlichungen selbst im Dezember nicht abreißen wollte.
Mit dem nicht zuletzt auf der Insel für Erfolge sorgenden A Fever Dream haben Everythibng Everything vergangenes Jahr ihr viertes exzellentes Studioalbum am Stück vorgelegt. Nichtsdestotrotz ist es gefühltermaßen dennoch das Stiefkind in der Diskografie der englischen Artpop/Indierock-Frickler. Daran hätte auch das auf A Deeper Sea nachgeworfene Material wenig geändert.
2016 lebt gefühltermaßen wie kein anderes Jahr der jüngeren Vergangenheit von großen Abschiedsalben - nachzuhören etwa bei Touchè Amorè, Nick Cave oder David Bowie. Wie letztgenannter scheint sich auch Leonard Cohen mit seinem vierzehnten Studioalbum einen eigenen Epitaph vorwegschicken zu wollen. Zumindest lässt er gleich im eröffnenden Titelstück You Want it Darker wissen: "I'm ready, my Lord".
"Also Ermittlungen in Shanghai wäre echt der bessere Titel gewesen." sagt Bass-Gigant Pogo McCartney und hat damit eventuell sogar recht. Das Drittwerk von Messer beobachtet die Aussenwelt schließlich nicht nur durch die Jalousie hindurch aus den eigenen vier Wänden heraus, sondern wandert weitschweifend umherziehend durch dessen geheimnisvolle Wirklichkeit.
Tyondai Braxton war immer schon ein Grenzgänger, dem keine Expedition zu waghalsig war. Weiter draußen - oder zumindest: abseits Braxtons eigener Gehirnwindungen nur phasenweise erfüllend wahrzunehmend - als auf den experimentellen Elektronik-Installationen von 'Hive1' hat sich der 36 Jährige bisher allerdings wohl noch nicht ausgetobt.
Messer sind mittels des brillianten 'Im Schwindel' über furiose Livekonzerte durch 2013 gesurft um letztendlich beim überragenden Zweitwerk und Hitmanifest 'Die Unsichtbaren' anzukommen. Die Münsteraner machen also weiterhin alles richtig - und beweisen nebenbei auch abseits der eigenen Platten Geschmack und Trittsicherheit, indem sie beinahe schon traditionell auch dieses Jahr den Heavypop-Adventskalender eröffnen.








