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Gewinnoptimierte Weihnachtsfeier im Hause Williams mit einigen verkaufstechnisch zugkräftigen Gästen aus aller Welt: The Christmas Present nimmt sich selbst nicht zu erst und kalkuliert damit gut.
Hemmungslose Nostalgie und (Selbst-) Referenz: Durch seine fahrige neue Backingband The Puta Madres wird der Indierock des Peter Doherty in den schlendernden Irish Folk transportiert.
Wer die Dubliner schon länger auf dem Schirm hat, wird durch Dogrel als Singlesammelsurium wohl enttäuscht werden. Alle anderen könnte der Post-Punk der Band allerdings zur richtigen Zeit erwischen.
Titus Andronicus hätten sich wahrlich leichtere Wege einfallen können, um nach dem enttäuschenden 'Local Business' zu versöhnen, als mit einer 29 teiligen Rockoper in 5 Akten zu erschlagen, die als Distanz wahrende Metapher für Patrick Stickles manische Depressionen dient.
Eines gleich vorweg: Ich hasse Weihnachten. Für mich ist es die schlimmste Zeit des Jahres. Kälte, dem Wahnsinn nahe, konsumierende Menschenmassen in Straßenbahn und an den Kassen, Glühwein- und Punschstände ( mir ist bis zum heutigen Tag unklar, wieso jemand freiwillig in der Kälte steht und dabei warmen, picksüßen Alkohol in sich schütten will) und ökologisch sinnbefreite Weihnachtsdekoration überall. Christkindl- bzw. Weihnachtsmärkte sind für mich eine der grausamsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte, vielleicht noch getoppt von Wham's 'Last Christmas'. Womit wir auch schon beim Thema wären: Weihnachtsmusik.
Nachdem Iceage das Jahr 2013 mit ihrem Zweitwerk 'You're Nothing' triumphal begonnen haben, beschließen sie es auch ebenso: mit zwei Coversongs, welche die Kopenhagener Gang aus beinahe ungekannten Perspektiven anleuchtet.
“Die fetten Jahre sind vorbei!” Oder haben sie für die Dropkick Murphys gerade erst begonnen? Auf seinem achten Longplayer zelebriert das Septett über den Großteil der Laufzeit in erster Linie bierselige Gemütlichkeit und hat der Streetpunk-Kante von damals wohl endgültig entsagt.
Und plötzlich rocken sie unbeschwert ihren punkigen Allzweck-Indierock-Gemüsegarten: Titus Andronicus werfen die Last, unter der 'The Airing of Grievances' und das Meisterwerk 'The Monitor' zu überragenden Brocken heranwuchsen für 'Local Business' ab und spielen gegen Altlasten an. Eine unheimlich enttäuschende Angelegenheit und trotzdem ein gutes Album.








