Suche nach: smiths
Ohne Angst vor Klischees oder optischen Strohfeuern haben die niemals um ein neues Image verlegenen AFI mit Silver Bleeds The Black Sun… den idealen Sound gefunden, um in Würde älter werden zu können. Jetzt fehlen ihnen eigentlich nur noch die wirklich starken Songs dafür.
„We are here. But are we here? Yes, we are here!“ philosophiert der 66 jährige Morrissey über Sein und Nicht-Sein, bringt damit den wichtigsten Umstand des Abends aber auf den Punkt: das Wien-Gastspiels des auch aktuell niemals um überraschende Tour-Absagen verlegen Enfant Terribles findet statt. Und überzeugt rundum.
Wirklich viel ist mit einem halben Jahr Abstand ja nicht von Franz Ferdinands solidem Fünftwerk The Human Fear hängen geblieben. Insofern ist es schon vernünftig, dass sie es kurz vor der anstehenden Tour mittels neuer Versionen von Build It Up und Hooked in Erinnerung rufen.
Dass Turnstile noch weiter durch die Decke in den Hype-Himmel gehen, ist schon nachvollziehbar, hat die Band mit Never Enough doch nichts anderes als ein noch ausgiebiger in die Kurven gelegtes Update ihres 2021er-Konsensalbums Glow On aufgenommen.
„Slow Husky play noir indie rock. (…) Influenced by The Cure, The Smiths, Radiohead, PJ Harvey, and Anna Calvi“ steht in der Bio des jungen Quartetts aus Colchester. Nachzuhören ist dies bisher auf einer einer selbstbetitelten ersten EP.
Vor knapp einem halben Jahr ist Ryan Adams' Interpretation von There Is a Light That Never Goes Out außerhalb des regulären Kontextes freitäglicher Solo-Coversongs ein wenig untergegangen.
Zwei Entwicklungsschritte dominieren Hand in Hand auf Open Wide: Elijah Hewson versucht gar nicht mehr anders als Papa Bono zu singen; und seine Band glättet ihren Sound für das dritte Studioalbum dazu ganz ungeniert für das niemandem weh tuende Formatradio. Beides kommt der Musik von Inhaler durchaus zugute.
Claudio Covers läuft nominell - warum auch immer - unter dem Coheed and Cambria-Banner, versammelt tatsächlich aber ein paar der über die Jahr(zehnt)e zusammengetragenen (aber hierfür neu aufgenommenen) Solo-Darbietungen von Bandboss Sanchez und dessen Youtube-Serie.
Wie jedes Jahr stellt sich die Frage, ob zumindest eine Handvoll der tollen Alben, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht in die regulären Top 50 geschafft haben, einfach unter den Tisch fallen sollen, nicht: Für ein kleines bisschen des verdienten Spotlights sind die Honorable Mentions da. Auch wenn die heuer aus allen Nähten platzen, weil die Lage 2024 insofern besonders präkerer war, da der Schwall an herausragenden Veröffentlichungen selbst im Dezember nicht abreißen wollte.
The Cure veröffentlichen zumindest den ihr neues Studioalbum chronologisch präsentierenden Part der üppigen Show vom 1. November 2024 auf Tonträger - Songs Of A Live World: Troxy London MMXXIV.


![Morrissey [05.07.2025: Gasometer, Wien] Morrissey [05.07.2025: Gasometer, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2025/07/IMG_4037.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)







