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Am selben Tag mit dem Zweitwerk um die Ecke zu biegen, an dem die nahverwandten The Xx ihr gehyptes Platten-Comeback zelebrieren, zeugt durchaus von Selbstbewusstsein. Nicht zu Unrecht, hat Christopher Taylor doch weiterhin seine Hausaufgaben gemacht und verspekuliert sich auch mit Rennen nicht.
Zelebrierter Electro-Eklektizismus im PPC als imposante Leistungssteigerung: der in Wien beheimatete Brite SOHN ringt seinen breitenwirksamen Songs im Livegewand ein beachtliches Mehr an Wirkungskraft ab.
Der Exil-Londoner Christopher Taylor bastelt unter dem Projektnamen SOHN wunderbar filigranen R&B-Pop voller Melancholie und Soul auf seinem Laptop und positioniert seine Wahlheimat Wien damit mutmaßlich aus dem Nichts heraus auf der Landkarte emotionaler Elektronikmusik von internationaler Klasse.
In Folge der Pandemie schienen Protomartyr vor der Auflösung zu stehen. Sechs kurze Jahre (und das gerne unter Wert verkaufte Formal Growth in the Desert als Zwischenspiel) später erfindet sich die Band für Hotel Usona mit Dave Fridmann nun jedoch kurzerhand ein gutes Stück weit neu.
Fünf Jahre nach dem am Piano in sich gehenden Engine of Hell trägt Emma Ruth Rundle den Kampf gegen ihre Dämonen wieder in ihrem angestammten, rockigeren Kontext nach außen. Mehr noch: Breitenwirksamer als auf These Killing Times klang die 42 jährige vielleicht noch nicht.
Das den Herzschmerz einer traumatischen Beziehung chronologisch ausbreitende Anatomy of a Brief Romance ist nicht die absolute Vollkatastrophe, zu der das siebente Studioalbum von Bloc Party praktisch überall im Netz (und darüber hinaus) erklärt wird. Aber beinahe.
Die Leiden des jungen Orville suchen das Licht am Ende des Tunnels: Nach dem enttäuschenden Stückwerk Stampede setzt der Maskenmann des Country-Pop für Mule wieder auf bewährte Tugenden.
Who Loves the Sun endet mit dem in seiner weitestgehend introspektiven, nur kurz mit Gewalt aus dem Rahmen gezupften Acoustic-Appendix October All the Time zwar annähernd dort, wo wir Chat Pile 2025 mit In the Earth Again verlassen haben.
Neuer Monat, neue Spydergum-EP: Auf Nodding, seinem mittlerweile vierten Kurzformat, destilliert das Large Electroacoustic Ensemble aus Berlin seine eigene avantgardistisch entrückte Jazz-Komfortzone.
Zehn Jahre nach ihrem zumindest ideal betitelten Schwanengesang We Disappear legen The Thermals mit Under Crushing Rain ein durchaus gelungenes Comebackalbum vor.


![SOHN, Garden City Movement [30.05.2014 PPC, Graz] SOHN, Garden City Movement [30.05.2014 PPC, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2014/05/SOHN-Live-e1401535337484.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)







