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Abest – Narrative Subtracted

Warum man Abest seit 2016 auf dieser Seite ein wenig vom Schirm verloren hat, obwohl Bonds & Noise of Euphoria dafür ja absolut keinen Grund lieferten, ist eigentlich ein Mysterium. Eine konsequentere Erinnerung an die bestehenden Qualitäten der Band als Narrative Subtracted könnte insofern kaum passgenauer kommen.

Ein malmender Bass wälzt ballernde Blastbeats und harsches Gekeife in den Dreck aus Crust Metal und Blackened Hardcore, die Riffs wechseln in unterschiedlichen Auslagen, bleiben griffig und böse, sludgig und kompakt. Jedes Element von Narrative Subtracted ist individuell stark und im Zusammenspiel der Synergie noch besser, auch wenn der Mix und die Produktion manche Facetten (wie etwa die gelegentlich im Hintergrund verschwindenden Drums) stellenweise ein wenig voluminöser, kräftiger und auch massiger gewichten hätten können.

Abest ziehen aber auch so (ohne unbedingte Originalität) packend in die Agonie nach vorne, kurbeln den Pit manisch an, brüten einen verzweifelten Nihilismus aus: „Anarrative falling in itself/ failing on behalf/ of a receiving end/ sucking everything/ will spit out/ a twisted bastard/ crying for attention/ crying for help.
So badet das Trio aus Göttingen, das sich hier Verstärkung von Gastbrüller Lars Ennsen (Sun Worship, Ultha sowie mittlerweile auch Unru) und Noise-Bastler Yannick Strohmeier (Farson) geholt hat, nach der Verkettung erstaunlich schmissiger Hässlichkeiten hinten raus im Drone und Feedback – und sorgt mit dieser suhlenden Brühe endgültig dafür, dass das kommende Abest-Album nicht unbemerkt am Aufmerksamkeitsradar verschwinden wird.

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