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Beach Bunny – Blame Game

Beach Bunny - Blame Game

Wer Beach Bunny mit Honeymoon vor allem wegen der melancholischeren, ruhigeren Nummern ins Herz geschlossen hat, könnte von der EP Blame Game eventuell enttäuscht sein.

Alle anderen – auch: zurückgelassene Paramore-Fans – kommen mit den vier neuen Songs dieser EP allerdings wohl auf ihre Kosten, wenn Beach Bunny am rockigeren Ende des Spektrums (etwas weiter entfernt: Brand New in knuffig) ihrer Indie-Midwest Emo-Melange mit souveränen Power Pop aufzeigen, der seine Strukturen immer wieder vor Ideen überquellen lässt.
Love Sick dreht das Temporad und die Dynamik mit leichtgängiger Verspieltheit, streut fast math-lastige Niedlichkeit ein und geht nicht den einfachsten Weg zum schmissigen Ohrwurm. Nice Guys poltert mit einem melancholischen Unterton zwischen den Zeilen und der Titelsong schleust toll aufzeigende Melodien hinter die 90er-Ausstrahlung.
Nur das knackig nach vorne gehende Good Girls (Don’t Get Used) übertreibt es mit seinem Bubblegum-Refrain in Sachen aufdringlicher Beliebigkeit – ansonsten kaschiert das eingängige Blame Game nahtlos, daß Beach Bunny einfach schon substantiell bessere, nachhaltigere Songs abgeliefert haben, als hier, indem das kompakte Format den Vorzügen der Band einmal mehr merklich entgegenkommt.

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