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Cowboy Junkies – Songs of the Recollection

Cowboy Junkies - Songs of the Recollection

Sweet Jane war seinerzeit ein enormer Karriereboost für Geschwister-Band aus Toronto, nun covern Cowboy Junkies auf Songs of the Recollection Material von David Bowie, den Rolling Stones, Neil Young oder The Cure: Eine sichere, unspektakuläre und wenig Aufregung wecken dürfende Angelegenheit. 

Schließlich übersetzen die drei Timmins und Alan Anton alle Songs alleine exakt entlang der Erwartungshaltung in ihren Trademark Sound, nehmen bekannte Klassiker und heimliche Evergreens als kompositionelle Leitfaden, um die fremde Vertrautheit mit der eigenen zu kombinieren, und die ursprünglichen Versionen in den typischen Cowboy Junkies-Kosmos zu assimilieren: Country Rock mit verträumter Atmosphäre, schleierhaft weichem Ambiente und der unendlich charismatischen Stimme von Margo als Zentrum, um die sich alles in einer tiefenentspannten Nostalgie zu drehen scheint.
Egal ob bei reduziertere Intropektiven wie dem akustisch gehaltenen, mit Slide und Steel verzierten Acoustic-Fokus des gemütlichen No Expectations (Rolling Stones), der von sanften Drone-Schwaden umhüllten Anmut Don’t Let It Bring You Down (Neil Young) oder der so ruhig, kontemplativ und weichen Behutsamkeit von Love In Mind (ebenfalls von Young). Und klar ist das insofern ein bisschen auf Schiene stattfindendes Malen nach Zahlen, wenn eine besonders schunkelige Nummer wie Five Years (David Bowie) wogende Gefälligkeit verstreut. Doch machen Stücke wie Gordon Lightfoots The Way I Feel (das sich unangestrengt-luftig in seinen Drive zurücklehnt) oder I’ve Made Up My Mind To Give Myself To You (der sentimentale Romantik-Zeittunnel von Bob Dylan bleibt – wie alle hier aufgesuchten Originale – unerreichbar) eben auch nichts falsch.

Gegen Ende bekommen die Konturen durch Vic Chesnutts Marathon (schroffer schattierte Texturen sorgen für Interesse, ohne zu verschrecken) und dem komplett entschleunigten Minimalismus von Seventeen Seconds (The Cure) zudem doch noch klaren Kontrast in einer niemals undynamischen, niemals gleichförmigen Platte – tatsächlich ist Ooh Las Vegas (Gram Parsons) aber der einzige Song, der (mit halluzinogenem Einstieg und nachsetzenden kompaktem Highway-Roadhouse-Groove) nicht exakt so endet, wie er begonnen hat.
Das macht aus Songs of the Recollection eine vollkommen überraschungsarm daherkommende Angelegenheit, die sich in der risikofreie Komfortzone wirklich angenehm goutieren lässt – wenngleich mit dem Gefühl, dass die Covernummen abseits der Assoziation mit dem Quellmaterial im Hinterkopf nur als Cowboy Junkie-Standards funktionieren.

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