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Das Jahr in Platten mit: Cloud Rat

Cloud Rat waren immer schon mehr als „nur“ Grindcore nahe der Perfektion – auf keiner Platte der Band aus Michigan wird dies jedoch derart eindrucksvoll vorgeführt, wie auf ‚Qliphoth‚ – wenn Thou-Gitarrist Andy Gibbs das Drittwerk als die bisher stärkste Veröffentlichung von Cloud Rat bezeichnet, hat er absolut Recht. Mitverantwortlich für diesen neuerlichen Qualitätsanstieg seit dem furiosen ‚Moksha‚ ist die Aufnahme von Brandon Hill, der den Sound der zum Quartett gewachsenen Kombo nachdrücklich erweitert hat und nun mit seiner Anwesenheit auch den Heavy Pop Adventskalender bereichert.

Kendrick Lamar – [amazon_link id=“B00UDDM7K0″ target=“_blank“ ]To Pimp A Butterfly[/amazon_link]

Eine Platte die auf unzähligen Listen auf der Nummer 1 gelandet ist, und das aus guten Gründen. Wenn für den Hip Hop zwar übliche, aber speziell jetzt besonders gültige, Texte (hood politics, schwarze Kultur, korrupte Polizisten, Armut usw.) auf die geniale Kreativität und abstrakten Rhythmen von meisterhaften Musikern und Produzenten, die Funk, Jazz und moderne Beats aus LA kombinieren treffen, dann katapultiert das eine Platte über herkömmlichen Hip Hop hinaus. Überschwappende Kreativität wie man sie heute nur noch selten bei Künstlern auf Majors sieht. Tatsächlich haben wenige Künstler bisher überhaupt eine Platte mit so viel Liebe zum Detail und Konzentration auf das große Ganze, und nicht nur auf einzelne Songs hervorgebracht. Einfach nur unglaublich.

DisrottedDisrotted

Cloud Rat hatten die Ehre letztes Jahr mit den Jungs zu touren. Mit Leichtigkeit die lauteste, vernichtendste Band die ich jemals alles in ihrem Weg stehende zerstörend erleben konnte, ganz egal wie viele Leute dabei zusehen. Das geht weit über die herkömmliche „Doom“-Platte hinaus, es zeigt wie man zwar unbarmherzig langsam spielen kann, dabei jedoch trotzdem nicht auf höllische Riffs und Atmosphäre verzichtet. Höllische Grüße!

Helm – [amazon_link id=“B00XN5UAMC“ target=“_blank“ ]Olympic Mess[/amazon_link]

Diese UK-Großmacht in Sachen Drone ist mit diesem Album über einfache Geräusche hinausgewachsen, hinein in überfokussierte Details, meisterliche Texturen, Spannung und den Mut, Risiken einzugehen. Essentieller moderner Industrial.

Black CiliceMysteries

Die Essenz des Black Metal. Hypnotisch, satanisch, eiskalt, und extrem kaputt. Die dritte Platte in einer unheiligen Trinität dieser portugiesischen Heiden und darauf aus, jegliches Licht zu verbannen.

Bjork – [amazon_link id=“B00SKFJGMA“ target=“_blank“ ]Vulnicura[/amazon_link]

Björk’s Trennungsplatte habe ich dieses Jahr wohl öfter gehört als jede andere. Eine scheinbar blasphemische Verbindung von fragilen Streichern mit explosiven digitalen Drums, wunderschönen Melodien, und intimen Texten über das Verlieren erzeugen einen erdrückenden Raum im Kopf. Das zentrale Stück, Black Lake, könnte gut ihr bestes Stück überhaupt sein, und ist auch mein Song des Jahres.

Cloud Rat online: Blog | Facebook | Bandcamp |

Thanks to Brandon & Cloud Rat!

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