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Das Jahr in Platten mit: Aloa Input

© Julian Baumann

Der Entwicklungsschub, den Aloa Input nur ein knappes Jahr nach ihrem bereits so wundervollen Einstand Anysome hingelegt haben, um sich nun in die Umlaufbahn von Mars etc. zu beamen, ist ein beachtlicher. Hypnotischer hat 2015 wohl niemand sonst die experimentelle Psychedelik des Animal Collectives an den elektronischen Rock von The Notwist angenähert, um hinter dem fokussierten Sound von Olaf Opal faszinierend-wohlige Pop-Organismen wachsen zu lassen. Wobei selbst die offensichtlicheren Referenzen hier  mittlerweile zu kurz greifen: Cico Beck, Marcus Grassl und der heutige Heavy Pop Adventskalender-Gast Florian Kreier alias Angela Aux agieren zwar weiterhin komplex-einladend, lösen die Versprechungen ihres Debütalbums aber erfreulich weit draußen ein – und erforschen in ihren besten Augenblicken so mitunter geradezu magisch schimmernde Sphären.

Leroy – [amazon_link id=“B014EISLRW“ target=“_blank“ ]Skläsh[/amazon_link]

Guter Mann! Sehr stimmige Anti-Disko-Platte mit Humor und Melancholie. Seine erste Solo-Platte (Warum bloß?) auf Schamoni Musik & Medien wurde durch sämtliche Blogs gelobt. Völlig zurecht. Auch alle anderen Releases und Soundcloud-Mixe sind sehr empfehlenswert. Auch empfehlenswert: Leroy als DJ.

Maalem Mahmoud Guinia & James HoldenFloating Points – [amazon_link id=“B00VESECCO“ target=“_blank“ ]Marhaba[/amazon_link]

Aktuelle Lieblingsplatte. Dauert bisschen bis man Floating Points und James Holden und nordafrikanische Gnaua-Atmo von Maalem Mahmoud Guinia zusammenbekommt. Braucht auch den richtigen Moment. Um den Einstieg zu erleichtern: Tee im Bett mit leichten Kopfschmerzen, zeitloses Vom-Balkon-Starren und keine-Lust-haben, stundenlange Zug- oder Flugreise, nachdem man die üblichen Sachen durchhat und die Zeit nicht vergeht oder auch sehr gut: Radfahren am sonnigen Winternachmittag. Meer und Wüste ist bestimmt auch gut, muss dringend nachgeholt werden.

Twit One – [amazon_link id=“B00THW1NNK“ target=“_blank“ ]Sit-In[/amazon_link]

Entourage / Melting Pot ist generell immer gut. Twit One im Speziellen auch. Besonders gut an ihm: er meidet Pop und Überambition. Darum extrem tiefe und teils auch hervorragend zerfaserte Vollkorn-Torte Sample-Hop mit vielen Winks in viele Richtungen. Lieblingsrichtung: Ethno-Blaze. Ganz wichtig: ohne Erwartung anhören, dann wird alles easy.

Mac DeMarco – [amazon_link id=“B00WHGQ78O“ target=“_blank“ ]Another One[/amazon_link]

Mac DeMarco schafft es immer panne und cool gleichzeitig zu sein. Wie macht der das? Ist eigentlich ja der neue Bob Marley, mit seiner supercheesy Alles-ist-locker-Attitüde. Auf ‚Another One‚ mit ohne Gesang noch mehr als auf den Platten mit standesgemäß schlau und deep und ulkigen Lyrics. So oder so: Uneingeschränkte Hörempfehlung!

Pollyester – [amazon_link id=“B00NMXE2YW“ target=“_blank“ ]City Of O[/amazon_link]

Pollyester sollte man dringend live sehen, ihre Platte ‚City of O‚ kann man so lange auf Rotation hören. In Sachen Vintage-Disko ganz groß, aber auch in Sachen Live-Elektronik und Popmusik. Ebenfalls very big in Sachen fancy Synthie-Hook bei großspuriger Pop-Verweigerung. Oder wie Bass und Drums ineinander pappen. Ganz groß sollte man sich merken.

Aloa Input online: Website | Facebook | Bandcamp |Morrmusic

Vielen Dank an Flo, Aloa Input und Käpt’n Buck Jutta!

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