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Devil’s Witches – Come Play With Me

Devil's Witches - Come Play With Me

Zum ihrem 52. Todestag verneigt sich James Abilene vor Mary Millington mit Come Play With Me – einem Song, der so auch in den prolongierten Pink Floyd-Heydays von Crippled Black Phoenix gesät werden hätte können.

Dass die Nummer nicht ganz in diesen Sphären aufgeht, liegt daran, dass Devil‘s Witches (hier Abilene mit der Unterstützung von Aushilfs-Bassist Andy Shardlow) den zweiten, rein instrumentalen Part der Nummer  zu zurückgehalten, ja fast lethargisch, angehen, das aufgebaute Ambiente lieber mit einer latenten Unverbindlichkeit und gefühlt angezogener Handbremse verpuffen lassen, anstatt ergiebiger in den hemmungslos die Leidenschaft vom Stapel lassenden Jam-Exzess abzudriften.
Wie gut müsste das zurückgelehnte Stück (spätestens live) erst als (mindestens) zehnminütige Reise bei voller Entfaltung der Tragkraft zünden? Was jetzt negativer klingt, als es angesichts der nichtsdestotrotz aufgefahrenen Qualität der Nummer gemeint ist.

Immerhin beginnt Come Play With Me auf die nahbare Atmosphäre eines Goth-Klaviers beschränkt als absolut einnehmende Endzeitballade mit grandiosen Hooks in der sanften, traurigen Ohrwurm-Melodie, bevor sich das Tasteninstrument und der Gesang langsam verabschieden, das Zepter an ein Classic Rock-Ambiente um ein ungezwungenes Schlagzeug und die flanierende Gitarre übergeht.
Dass aus diesem Wandel heraus keine hippieske Epiphanie überwältigt, kann man nun also entweder schade finden – oder die gefühlvolle Wanderung genießen und beeindruckt sein, was die Ein-Mann-Band Devil‘s Witches (mit Ausnahme des Saint Karloff-Zusammentreffens vielleicht) für einen bestechenden Lauf hat.

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