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DSKNT – Vacuum γ​-​Noise Transition

DSKNT - Vacuum γ​-​Noise Transition

Hinter prätentiösen Titeln gehen DSKNT auf ihrem Zweitwerk Vacuum γ-Noise Transition relativ unverhohlen damit hausieren, dass sie die Formel von Vorbildern wie Deathspell Omega oder Portal kompetent verinnerlicht haben.

Der Sturm von DSKNT läuft drei Jahre nach dem Debüt PhSPHR Entropy unter der Ägide von Multiinstrumentalist Asknt (der hier an allen Fronten wieder eine makellose Performance liefert) und Giftspeier Quasar am Mikro nominell immer noch unter dem Black-Banner, tendiert auf Vacuum γ-Noise Transition – was zur Hölle soll das bitte bedeuten!? – in seinem avantgardistischen Drang und von technischer Präzision gebändigtem Chaos aber deutlicher zum Death Metal.
Nach dem ambienten Intro-Nebel Spin drängen von Deconvolution J/ψ [Part I] weg jedenfalls dissonant überschwappende Riffs zu manischen Blastbeats, psychotisch schiebend und rasend drängelnd. Die Vocals skandieren heiser und schreien gegen die sich atonal fauchend überschlagenden Gitarrenwände mit ihren oszillierend auftauchenden Mustern. Wie alleine das grandiose Θ-Noise – Phase Shift seine Intensitäten, Tempi und hakenden Dynamiken immer wieder neu justiert, ist dabei im Verlauf ebenso einfach klasse, wie selbst ein weniger zwingend auftretendes a la Deconvolution Ξ*0 [Part II] niemals auf Durchzug schalten lässt.
DSKNT macht so über den Verlauf von kurzweiligen 44 Minuten eben einfach absolut nichts falsch, im Gegenteil – die Produktion ist effektiv und pragmatisch, das Songwriting absolut souverän und stets packend. Nur hat man all das so ähnlich gestaltet gefühlt eben schon so oft anderswo gehört, in jüngerer Vergangenheit immer öfter – und dann eben auch oft eben noch zwingender, mit herausragenderen Ideen und originäreren Handschrift ausgestattet. Sei es drum: Als dreckige Epigonen trumpfen die Schweizer auf.

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