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Durand Jones & The Indications – Never Heard ‚Em Say

Durand Jones & The Indications - Never Heard 'Em Say

Deep Neo-Soul und Contemporary R&B als minimalistische Acoustic-Ballade: Durand Jones & The Indications ziehen ihre neue Single Never Heard ‚Em Say aus den Archiven.

Wie schon Young Americans im Jänner ist auch Never Heard ‚Em Say aufnahmetechnisch nicht mehr ganz taufrisch: entstanden ist der Song bereits im Juli 2017. Erhältlich war er bisher jedoch nur als Demo auf der ersten American Love Call-Single Morning in America, dazu als auf zehn Stück limitierte Charity-Pressung für Poor Peoples Campain im vergangenen Jahr – von dieser rührt übrigens auch das vermeintliche Fake-Vinyl-Cover der nun nachgereichten digitalen Version.

So oder so ist die Single in ihrem sparsamen Auftreten eine eher untypische Nummer für Durand Jones und seine Indications. Immerhin ist der Soul und R&B der Band hier komplett reduziert auf das wesentliche inszeniert. Entspannt und verträumt schrammt und klopft nur eine akustischen Gitarre, die Vocals hallen unter dem Vintage-Schleier.
So entsteht eine zurückgenommene und minimalistische, melancholische Sehnsucht, weich und still, die sich für den Fade Out mit einem nicht weiter verfolgten funky Twist verabschiedet. Auch deswegen fehlt der zutiefst angenehmen Nachdenklichkeit (gefühlt: ein durchatmendes, in sich gehendes Intermezzo) für sich alleine stehend ein wenig Gewicht, um wirklich Nachdruck zu erzeugen. Dass man unmittelbar an Jessica Pratt und ihre Quiet Signs (2019) denken muß, ist aber freilich ein Gütesiegel.

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