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Kevin Morby – Oh Mon Dieu: Live à Paris

Kevin Morby - Oh Mon Dieu: Live à Paris

Die physischer Veröffentlichung von Oh Mon Dieu: Live à Paris hat sich aufgrund des abermals verlegten Record Store Day 2020 neuerlich verschoben, die digitale Variante der Platte gibt es jedoch bereits jetzt.

Kevin Morby darf ins Schwärmen geraten: „Paris was the first city to really get behind my career as a solo artist. From the first time I played there in 2014 til now, it’s always had an extra spark of magic to it.It’s always the stop I look forward to the most on my European tours as the audience comes with a very unique and kinetic energy, and because of this, so does the band. I had wanted to document this reciprocating fever between us and the crowd for some time now and saw our sold out show at the beautiful Cabaret Sauvage as the perfect time to do so. I also knew I needed to document a night with my new band, the OH MY GOD Band, which is made up of some of the most talented and tasteful musicians on the planet. And so here and now, in this recording, I have captured the best band I’ve ever played with as well as one of the best crowds I’ve ever played for – all together on a very sweaty night beneath a carnival tent in Paris.

Was man so alles unterschreiben kann, dabei aber gleich vorwegschicken muß, dass es wirklich so verdammt schade ist, dass nicht der gesamte Mitschnitt des Auftritts im Juni 2019 erschienen ist, sondern mit den beiden Nummern Beautiful Strangers und Harlem River nur zwei (wenn auch ausführliche) Ausschnitte des selbigen. Denn wo die Standalone-Single Beautiful River all die von Morby gepriesenen Qualitäten bereits eindrucksvoll auffährt, als sanfter Protest-Song perfekt zum Ambiente und der Location passend über eine entspannte Percussion, weibliche Leads, soulige Gospel-Backingchöre und ein folkig flötierendes Finale mit einer enorm gefühlvollen Performance in einem rundum gelungenen, beeindruckend reichhaltig und nuancierten Sound besticht, ist es vor allem der Closer des Abends, der die Kinnlade hinunterkippen lässt.
Morby und seine fantastische Band treiben die installierten Tugenden hier über eine zum unangestrengten Jam flanierende Reise noch weiter und erzeugen gerade hinten raus mit seinen Bläsern eine Grandezza, die sonst nur distinguierte Klassiker der Musikhistorie zu erzeugen pflegen – große Klasse!
Dass sind deswegen also auch insgesamt 16 representative, aber leider eben auch nur selektive Minuten, die man jenseits des unbefriedigenden Appetithappens auch gerne im Kontext der restlichen Show genossen hätte. Dass die Aquarium Drunkard’s Lagniappe Sessions von 2018 demnächst anstehen, ist da zumindest ein relativer Trost.

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