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Leafdrinker – Desert

Auf der Compilation Cash for Uhuru haben (trotz der Teilnahme von Thou) vor allem Leadrinker mit einem grandiosen Nirvana-Cover Eindruck geschunden. Desert zeigt: Auch das Originalmaterial der Band ist mehr als nur überzeugend.

Die Stärken der bisher an dieser Stelle leider schmächlich verpassten Diskografie der Band aus New Orleans werden auf der Quasi-Charity-Standalone-Single Desert („In celebration of Earth Day, all proceeds from this song will be donated to Sunrise Movement.“) ansatzlos gebündelt: Unter der Ästhetik des von Nirvana und Alice In Chains geprägten Grunge köcheln Leafdrinker ein Heavy Psych-Gebräu mit doomiger Sludge-Kante an, das seine Eingängigkeit cool abgehangen mit knorrigen Riffs und herrlichem Wüstenrock-Groove aus der Electric Wizard-meets-Kyuss-via-Melvins-Ecke anreichert.
Eine fantastische Mixtur, die (das beim Verfassen dieser Zeilen auch schon einige Monate am Buckel habende) Desert über niemals stromlinienförmige Strukturen mit jedem Mal zwingender und zeitloser nachwirken lässt, Ambiente und Songwriting bilden eine fesselnde Einheit.
Insofern gilt es nun natürlich versäumtes schleunigst nachzuholen und sich im Rückspiegel ausführlicher mit dem Schaffen von der mittlerweile als Trio (E. Cole, L. Condes, J. Romagosa) firmierenden Band auseinanderzusetzen – und dabei alle Dune-Referenzen zu finden.

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