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Unmittelbar vor der anstehenden Europa Tour zaubert Franck Huesco alias Carpenter Brut einen Überraschungscoup aus dem Ärmel: Leather Teeth ist genau genommen das erste reguläre Studioalbum des Franzosen, dazu der Auftakt einer neuen Trilogie - und zwischen Signature Sound und Aufbruchstimmung mutmaßlich bereits jetzt mit das beste, was dem Synthwave im Jahr 2018 passieren wird.
Lost Themes II erfüllt als klassisches Sequel geschickt stereotype Erwartungshaltungen, indem es primär die Charakteristiken des Vorgängers weiterbedient, dazu aber gewachsene Ambitionen an den Tag legt und im Detail genug Feinjustierungen und Ergänzungen für die installierte Erfolgsformel parat hält. Ein besseres Album als seinen Erstling hat John Carpenter damit aber dennoch nicht zwangsläufig abgeliefert.
Für den von Drive losgetretenen Hype mag John Carpenter mit seinem ersten Soloalbum ein wenig zu spät dran sein - der Konkurrenz marschiert er mit zeitloser Klasse dennoch ein Stück weit voraus: Der Horror-Meister zelebriert 49 Minuten 80er-Jahre-Synthiescore mit feinem Oldschool-Feeling.
Bryan Devendorf (The National, Pfarmers, LNZDRF) und Kevin Carlisle (Goodbye Geminin) starten ihre eigene Pool Season - "a studio project of electronic instrumentals (augmented by brass, guitar, percussion & drums) inspired by their shared love of synth pop of the late 70's and 80's".
Was macht es schon, dass die Australier seit zehn Jahren kein brauchbares Album mehr veröffentlicht haben? Nichts - wenn Wolfmother ihre Rolle als Legacy Act in den ausverkauften Kasematten mit erkennbarer Freude annehmen!
Damit war nun wirklich nicht zu rechnen, doch es stimmt tatsächlich: Mit dem Sequel Confessions II hat Madonna fernab eines eigentlich zustehenden Alterswerks ihr bestes Studioalbum seit Confessions on a Dancefloor aufgenommen!
Die weitläufige Meinung, dass The Wow! Signal das beste Muse-Album seit The Resistance darstellt, ist durchaus legitim - selbst wenn sie angesichts der durchwachsenen Qualität der vier zwischen 2012 und 2022 veröffentlichten Platten natürlich sehr relativ zu verstehen ist.
Die für Emo-Schmissigkeit sorgende Klargesang-Attacke in der Herold-Single Violins hat, mag sie auch nur wenige Sekunden gedauert haben, im Vorfeld von This Is Goodbye... für Besorgnis bei einigen Fans geführt: Suchen Chamber etwa den verweichlichenden Spagat zur anbiedernden Massentauglichkeit?
Gunship machen mit Tell Me When the World Stops Ending Bock auf John Carpenter’s Toxic Commando - und liefern nach mal mehr, mal weniger gelungenen Coversongs endlich wieder einen hauseigenen Ohrwurm.
Neverland sieht doch ein wenig wie eines jener AI-Alben aus, mit denen man sich immer wieder auf Spotify herumschlagen muss, oder? Ein bisschen klingt es jedenfalls auch tatsächlich so. Wobei letztlich alles halb so wild ist.





![Wolfmother, Velvet Wasted [11.08.2026: Kasematten, Graz] Wolfmother, Velvet Wasted [11.08.2026: Kasematten, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/08/IMG_0845-1.jpeg?resize=205%2C205&ssl=1)




