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Nach den Unearthed Demos nutzt Marissa Nadler die Großzügigkeit von Bandcamp diesmal für Covers 3 - bei diesem Titel wenig überraschend die dritte Runde ihrer Fremdinterpretations-Reihe, diesmal allerdingss nur auf EP-Länge.
Marissa Nadler und Stephen Brodsky züchten sich ihr eigenes Nachtschattengewächs aus der Sacred Bones Alliance Series: Diese weihevolle Droneflower blüht in einem körperlosen Hauch sphärischer Dunkelheit.
Ohne Randall Dunn am Produzentenstuhl entschlackt Marissa Nadler ihren gespenstischen Folk und legt mit For My Crimes ein klassischeres, weil wieder archaischeres Werk, als es die beiden Vorgänger July (2014) und Strangers (2016) waren, vor.
Wie zauberhaft und ansatzlos die entrückte Mitternachts-Chanteuse aus Massachusetts fremde Songs in ihre gespenstische Klangästhetik übersetzt, sollte spätestens dank der digitalen Covers-Compilations nicht mehr nur den ratitätensammelnden Komplettisten unter ihren Fans bekannt sein.
Resteverwertung klänge in diesem Fall deutlich zu hart, aber: Marissa Nadler versammelt auf Bury Your Name acht Songs, die im Zuge ihres aktuellen Studioalbums Strangers entstanden sind, es allerdings nicht auf die dunkel funkelnde Langspieler-Schönheit geschafft haben.
Marissa Nadler und Produzenten-Mastermind Randall Dunn schweben auf Strangers den Weg des Vorgängers July weiter, feilen dabei an den Details und erweitern zudem das instrumentale Spektrum.
Für gewöhnlich sitzt Randall Dunn bei Bands wie Sunn O))) oder Wolves in The Throne Room am Produzentenstuhl. Dass er sich nun dem sechsten Album von Marissa Nadler angenommen hat mag nun zwar den Level der offenkundig lärmenden Direktheit seiner Arbeitsmappe herunterschrauben - definitiv aber nicht jenen hinsichtlich der emotionalen Katharsis.
Über sieben Jahre ist Droneflower (bzw. sein Appendix) mittlerweile alt. Dass das Projekt jedoch noch lebt, beweisen die beiden neuen Songs unter dem Banner (Burials).
Fünf Jahre nach dem am Piano in sich gehenden Engine of Hell trägt Emma Ruth Rundle den Kampf gegen ihre Dämonen wieder in ihrem angestammten, rockigeren Kontext nach außen. Mehr noch: Breitenwirksamer als auf These Killing Times klang die 42 jährige vielleicht noch nicht.
Vielleicht hat die sich immer wieder neu erfindende Chelsea Wolfe mit The Dark tatsächlich so etwas wie ihr Pop-Album geschrieben. Sicher aber ist es zumindest eines ihrer konsenstauglichstes Werke.










