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Man darf sich nicht davon täuschen lassen, dass Thrice hier nur vermeintliche Ausschussware zum Record Store Day 2019 verschwenden: Deeper Wells ist zu weiten Teilen die bisher stärkste Veröffentlichung der Band seit ihrem Comeback.
Die Zeit bleibt nicht stehen - und auch Dendemann tut dies nicht: Da nich für! ist sein bisher vielseitigstes, modernstes und wohl auch ambitioniertestes Album geworden: Musikalisch am Puls der Zeit, inhaltlich zeitlos wichtig.
Dictator hätte die Rohmasse zur Verfügung gestellt, um System of a Down ein starkes Comeback zu ermöglichen. So ist es eben nur ein verdammt solides Soloalbum für Daron Malakian und seine Projektionsfläche Scars on Broadway geworden.
Primus-Zauberbassist Les Claypool hat im umtriebigen Multiinstrumentalist Sean Lennon einen kongenialen Weirdo-Partner gefunden, um sich in abgespacte Sphären zu beamen - und mit The Monolith of Phobos ulkigerweise trotzendem bei einem seiner wohl zugänglichsten Alben seit Jahren zu landen.
Ganz am Ende ist dann gefühltermaßen tatsächlich pure Hardcore-Magie im Spiel: Jeremy Bolm springt von der Bühne und prescht durch die Menge, die daraufhin gleichermaßen gemeinsam den finalen Gesangspart von 'Honest Sleep' übernimmt, wie den Touché Amoré Frontmann unter einem Berg schwitzender Leiber begräbt. Als sich die Wogen zu glätten beginnen scheint der Sänger in der aufgeheizten Masse jedoch spurlos vom Erdboden verschluckt worden zu sein.
Der längsten Pause zwischen zwei Veröffentlichung lassen Celeste das erste Doppelalbum ihrer Karriere folgen. Wo andere Bands dabei wahrscheinlich die Möglichkeit ergriffen hätten ihr Songwriting in aller Vielfalt aufzubrechen gehen die Franzosen darauf genau den entgegengesetzten Weg.
Seit dem untergegangenen 2008er Zusammenschluß mit dem Jetzt-Wieder Rage Against the Machine-Wüterich Zack de la Rocha als One Day As A Lion ist es erstaunlich still um den einst so gefeierten The Mars Volta Ausnahme-Schlagwerker Jon Philip Theodore geworden. Das wird sich nach seinem Beitritt zu Phil Manley's Jamrockprojekt Life Coach zwar nicht ändern - schön zu wissen ist es trotzdem, dass der 39 jährige einer Band auch zweckdienlich seinen markanten Stempel aufdrücken kann.
Die in den Bildern der französischen Canal+ -Serie 'Les Revenants' transportierte Spannung sei bereits ohne musikalische Untermalung derart intensiv gewesen, dass Mogwai "nur noch" unterstützende Soundlandschaften beisteuern mussten, sagt Stuart Braithwaite über die dritte Soundtrack-Arbeit seiner Band.
Der Indierock-Institution passieren auf dem dreizehnten Album im neunundzwanzigsten Bandjahr zehn makellos träumende Yo La Tengo-Songs offenbar ohne jedwede Anstrengung und nahezu zufällig. Darüber hinaus versammelt 'Fade' aber auch das rundum kompakteste Gesamtpacket des Trios seit Ewigkeiten.






![Touché Amoré, Self Defense Family, Dad Punchers [27.11.2013 Flex, Wien] Touché Amoré, Self Defense Family, Dad Punchers [27.11.2013 Flex, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/11/Touche-Amore-Live-1.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)



