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Dass Bleach Wave rund um die Trash Nostalgia EP dem bisherigen Klassenbesten Chastity verdammt dicht auf die Pelle gerückt ist, kann man vielleicht zeitgerecht verpasst haben. Die Single Gaslighter schlägt nun jedoch in die selbe Kerbe und sollte deswegen auf vielen Radargeräten auftauchen.
Ästhetik, Artwork und Attitüde gehen hier Hand in Hand: Chelsea Wolfe und Jess Gowrie verunreinigen auf dem Mrs. Piss-Debüt Self-Surgery die Ecke aus Noise Punk und Garage Rock mit allerlei stilistischen Fäkalien.
Cameron McBride bleibt ein kaum zu bremsender Eklektizist und steigert sich auf Indwell, dem dritten Album als Methwitch, in seinen bisher wohl radikalstes Gemetzel aus Deathcore-, Grind-, Beatdown-, Industrial-, Mathcore- und Nu Metal-Sprengfallen.
Wer genau hinter Fleshwater steckt ist noch offen. Fest steht aufgrund der Demo2020 nur, dass sich die Band aus Georgetown ganz fabelhaft im aus der Zeit gefallenen Dunstkreis aus Shoegaze, elegischem Metal und verhuschten Alternative Rock auskennt.
New Orleans kann auch Ethereal Dark Wave und klassisch geprägten Pop: Das selbstbetitelte Silver Godling-Debüt bringt Steinway-Pianokünste und spartanisch programmierte Elektronik zusammen.
Matt McJunkins und Jeff Friedl haben sich als in der Szene vielbeschäftigte Erfüllungsgehilfen für Ashes Divide kennen gelernt und ihr blindes Verständnis miteinander über Puscifer und A Perfect Circle vertieft. Auf eigenen Beinen stehend gelingt den beiden als The Beta Machine jedoch nur relativ unspektakulärer Alternative Rock.
Ben Harwood und Jeff Silva reaktivieren ihr Rock'n'Metal-Ungetüm Hobosexual vier Jahre nach dem numerierten Sci-Fi Konzeptzweitwerk in neuer Frische: Monolith ist "the most carefully produced, meticulously assembled, 'Hair Metal' thing we've ever done" - vor allem aber ein referenzschwerer Rock-Husarenritt über exaltierte Gitarrenbögen und wuchtige Drumsspuren.
Produzentenguru Rick Rubing hat Billy - sorry: William Patrick! - Corgan für dessen zweites Soloalbum zu einer verhältnismäßig minimalistischen Platte überredet: Ogilala wiegt sich mit viel Schmalz und Gefühl in einer reduziert zurückgenommenen Opulenz.
Weder der Ausstieg von Gründungsmitglied John Cummings noch eine demonstrativ irritierende Vorabsingle bringen Every Country's Sun aus dem Plansoll: Mogwai liefern nach dem neuerlichen Soundtrack-Ausflug Atomic auch auf ihrem neunten regulären Studioalbum anstandslos ab und nehmen ihre eigene Zuverlässigkeit dabei sogar wieder etwas härter in die Mangel, als zuletzt.
Zumindest nahezu die komplette Eröffnungsphase - also drei uninspiriert auf Autopilot an der Langeweile vorbeischrammende Songs in 22 Minuten - benötigen die beiden eigenbrötlerischen Kumpels Mark Kozelek und Justin Broadrick, um sich aus einer gewissen Redundanz zu lösen und einander anzunähern. Was vor allem insofern ermüdend ist, weil die gemeinsame Kooperation danach zumindest einiges hält, was man sich vorab vom Gipfeltreffen von Sun Kil Moon und Jesu versprechen konnte.










