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Sechs MusikantInnen ziehen mit dem Britpop im Hinterkopf, einem unaufgeregten Händchen für geschmeidigen Folkrock und dem verträumtem Blick auf die richtigen Vorbilder durch die weite Landschaft Amerikas. Dort finden sie 11 aus der Zeit gefallene Ohrwürmer voller nostalgischer Sommerwärme.
Mehr Pop, mehr Rock, mehr Musiker: auch wenn der Name Ragan so alleine wie maßgeblich am Cover von 'Till Midnight' prangert - mehr Bandplatte war noch kein Soloalbum des Hot Water Music-Sängers.
Vielleicht haben Real Estate auf den ersten Blick noch einmal weitestgehend das selbe Album aufgenommen. Stimmt letztendlich natürlich nicht, aber selbst wenn: was macht das schon, wenn diese ansatzweise Verneigung der Band vor Wilco und The Field Mice in aller Schönheit abermals derart zurückgelehnt strahlt, dass sie den Sommer 2014 praktisch im Alleingang ausrufen wird?
Johnny Cash hatte Rick Rubin. Bob Dylan setzt auf sein Alter Ego Jack Frost. Und Tom Jones auf Ethan Jones. Denn hat man den kongenialen Produzenten fürs eigene Alterswerk erst einmal gefunden, hält man an diesem für gewöhnlich fest.
Die Vorreiter des Phantasiegenres Slowcore werden zwanzig. Mimi Parker, Alan Sparhawk und der immer schon etwas im leisen Schatten seiner Kollegen stehende Bassist Steven Garrington bleiben mit ihrem zehnten Album The Invisible Way auf ihren sanft ausgetretenen Pfaden, würfeln Low's altbekannte Schemata aber doch im kleinen so gekonnt durcheinander, dass kaum Langeweile aufkommt.





