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Auf Wiedersehen Vergangenheit, Hallo Zukunft. Das mögen sich Thirteen Days aus Klagenfurt in den letzten Monaten und Jahren einige Male gedacht haben: Management-Probleme, die Hälfte der Band verabschiedete sich nach und nach und wurde durch Mitglieder der steirischen Kombo Days in Paradise ersetzt. Zudem wurde dem Power-Poppunk früherer Tage zugunsten eines rockig-alternativen Sounds abgeschworen. Herausgekommen ist 'Goodbye to Yesterday', ein ambivalentes Album.
Was man den Manic Street Preachers zu Gute halten muss: auch nach über zwei Jahrzehnten im Geschäft zeigen die Waliser mehr Mut sich aus dem Fenster zu lehnen als so mancher Jungspund. Dass sich dabei nicht jedes Risiko auszahlt verzeiht man ihnen alleine deswegen anstandslos.
Da war wieder einmal Punkrock erster Klasse angesagt in der Murmetropole. Red City Radio, einer der aktuellen Rising Stars des Punkrockbusiness, beehrte Graz. Im Gepäck hatten sie nicht nur die besten Hits ihrer beiden Alben, sondern auch One Burning Match aus Frankreich, Perdition aus dem schönen Fort Worth, Texas, sowie das Grazer Lokalcolorit Old Runznickels. Da kann ja fast nichts mehr schief gehen.
3x3 Reviews im Kompaktformat: All diese Gewalt! - 'Kein Punkt wird mehr fixiert' | The Afghan Whigs - 'Do to the Beast' | Amen Dunes - 'Love' | The Body - 'I Shall Die Here' | The Hold Steady - Teeth Dreams | Koen Holtkamp - 'Motion' | Mauracher - 'Let's Communicate' |Linda Perhacs - 'The Soul of All Natural Things' | St. Vincent - 'St. Vincent' |
Baustellencharme mit eingeschränktem Hang zum Extremen: dass das zwölfte Soloalbum des ehemaligen Red Hot Chili Peppers-Magiers John Frusciante als Promoaktion mit einer Rakete in den Weltraum geschossen wurde entpuppte sich bekanntlich als Aprilscherz - gepasst hätte es zu 'Enclosure' dennoch.
Da wird manch einer Angesichts der Trackliste enttäuscht sein, obwohl ††† (Crosses) alias Chino Moreno, Far-Gitarrist Shaun Lopez und Chuck Doom auf dem ersten Langspieler ihrer Elektronik-Spielweise nichts falsch machen, es sich selbst mit gerade einmal 3 wirklich neuen Songs aber besonders einfach: Das Debütalbum '†††' = 'EP†' + 'EP††' + 'EP†††'.
Tom Gabel ist jetzt Laura Jane Grace, Against Me! bleiben Against Me!. Besser noch sogar: Endlich hat diese Band wieder mehr Feuer unterm Hintern. Transgender Dysphoria Blues zeigt jedenfalls mehr Eier, als jede andere Platte der Band seit gut und gerne einem Jahrzehnt.
Es wird wieder elektrisch am Schwarzl: Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder pilgert das Festivalvolk in das gleichnamige Freizeitzentrum zum Urban Art Forms Festival. Dieses Jahr hat man sich bemüht, noch mehr zu bieten, bespielt die Main Stage schon am Donnerstag – ohne allzu große Überraschungen im Lineup, aber mit ordentlich Remmidemmi.
Das fünfte Dillinger Escape Plan-Album ist letztendlich in seiner Unberechenbarkeit über weite Strecken so berechenbar und auch überraschungsarm geworden, wie das die blauggepauste Single 'Prancer' sowie eine an der Grenze zur Selbstparodie wandelnde Tracklist im Vorfeld vermuten lies. Einen Strick drehen sich die Amerikaner aus den erarbeiteten Alleinstellungsmerkmalen dennoch wieder nicht.
Allerhand Neuigkeiten gibt es aus dem Hause Reznor. Am konkretesten: die lange angekündigte zweite EP seines aktuell zur Hauptband erhobenen Nebenprojekts. Auf 'An Omen' verabsäumen How to Destroy Angels dabei abermals, sich tatsächlich vom alles überscheinenden Mutterschiff Nine Inch Nails abzudocken.