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Samia – Scout

Samia - Scout

Seit dem unspektakulär einnehmenden The Baby aus dem Vorjahr hat sich Samia mit dem wenig essentiellen Reimagined-Projekt die Zeit vertrieben und legt nun mit der sehr okayen Scout-EP nach.

Den Kurs des Debütalbums behält die junge New Yorkerin auf dem Kurzformat bei, das qualitative Niveau knickt jedoch minimal ein: gerade solche Hits wie Big Wheel wollen Samia auf diesem Appendix nicht gelingen.
Allerdings gerät der Einstieg nichtsdestotrotz stark. As You Are bezaubert entschleunigt und entspannt als leicht melancholisch über das charmant scheppernde Schlagzeug groovender Dreampop, dessen Melodie und Produktion abholt, wenngleich zu keinem Höhepunkt führend. Überhaupt wird Scour eher in dem angenehmen Fluss, als durch herausragende Szenen und Ideen überzeugen.

Das liebenswürdig sanfte, behutsam vom Formatradio Pop zum bedacht unter freiem Indierock-Sternenhimmel röhrende Show Up skizziert im gedrosselten Tempo mit vager Nebensächlichkeit etwas episches (das eingesetzte Piano dürfte zudem alleine schon Vanessa Carlton gefallen), während sich der belanglose Synthpop-Downbeat von Elephant auf seine nahbar Bedroom-Atmosphäre verlässt.
Nur direkt daneben fällt The Promise als hibbeliges Cover aus dem Tanzflächen-Keyboard mit Jelani Aryeh auf der Gästeliste und unvermeidbaren Stimmeffekten jedoch wirklich ab. Ein Problem des When in Rome-Covers: Daher es bereits eine perfekte Interpretation der Nummer gibt, wirkt der Tribut von Samia seltsam irrelevant und fast schon banal, den Kern des Originals nicht treffend. Als nette Überbrückung bis zum zweiten Studioalbum funktioniert auch dieser Bereich von Scout dennoch.

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