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Subterranean – A Myriad of Eyes (Demo II)

Subterranean - A Myriad of Eyes (Demo II)

Der mit zahlreichen Projekten vielbeschäftigte Leonard Trombly alias Lykos hat knapp sieben Jahre der ersten Demo Zeit für eine zweite solche unter dem Banner Subterranean gefunden: A Myriad of Eyes ist wunderbar hässlicher, klassischer Funeral Doom.

Die Zeit seit The Slave and the Monoloth von 2014 hat der Mann aus New Hampshire genutzt, um sein weiterhin in Eigen- und Alleinregie betriebenes Projekt wachsen zu lassen: Diesmal gibt es mit zwei Songs doppelt so viele wie noch auf der ersten EP, die Spielzeiten beider Nummern übersteigen zudem die 10-Minuten-Marken, während die Kompositionen auch inhaltlich mehr Raum vermessen. Das Spektrum zeigt mehr Schattierungen der Finsternis, Synthies kleiden die kalten, aber nicht herzlosen Songs aus – meistens nur dezent, manchmal sorgen sie jedoch für eine regelrecht astrale schimmernde Atmosphäre, lassen die Nummern sakral, mystisch, ätherisch und bisweilen gar esoterisch schimmern, ohne den Charakter der Kompositionen kitschig zu untergraben.

Cerebral Internment gönnt sich so einen abtauchenden, feucht tröpfelnden und kontemplativ zurückgenommen sinnierenden Ambient Part, bevor eine so endlos melancholische Melodie trostspendend über ein freilich nicht innovatives, aber formvollendetes Funeral Doom-Geflecht fließt.
Das Titelstück A Myriad of Eyes (Punishment of the Subconscious) übt sich dagegen vage in einer variableren Gangart, reibt sich erst noisig auf und baut dann eine schlammige Kathedrale mit heroisch eine unbeugsame Natur zeigenden Subtext, auch die Vocals brechen kurzzeitig zu verzweifelten greinendem Impulsivität aus.
Entlang der Trademarks des Genres – absolut modrigen Growls, ein niemals aus dem schleppenden Zeitlupetempo aufbrechende Geschwindigkeit und heavy fließende Riffs – ist A Myriad of Eyes (hier doch ein wenig mit den Welpenschutz-Vorzügen einer Demo bewertet) insofern insgeheim sogar eine kleine Machtdemonstrationen.

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