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Various Artists – Bindrune Records: Overgrow to Overthrow

Various Artists - Bindrune Records: Overgrow to Overthrow

Mindestens vom Hardcore bis zum Black Metal: Das Label Bindrune Records aus Michigan versammelt für Overgrow to Overthrow insgesamt 31 Songs über knapp zweieinhalb Stunden.

Wenig überraschend geschieht das aktuell mit dem Antrieb Black Lives Matter zu unterstützen: „Voices from across the Metal and Punk spectrum have united to not only speak out against racism and in support of those who are in the streets actively demonstrating, but work to actively support a fight that all of us must take on.
In der Eingangsphase vordergründig auf eine irre Tempohatz aus harsch-dreckigem Grindcore bauend, und das Gewicht im weiteren Verlauf immer mehr zum Black Metal verlagernd, kann Overgrow to Overthrow dafür zwar leider nicht immer auf Exklusivmaterial zugreifen – einige  Beiträge wurden bereits in den jeweiligen regulären Bandumfeldern veröffentlicht. Egal!

Neben einigen Live-Aufnahmen (besonders stark: die Aufzeichnungen von Dawn Ray’d, Krallice und Tvær) sowie interessanten Demo-Versionen (beispielsweise von Woe) und soliden Coversongs (Ripped to Shreds nehmen sich Material von Unholy Graves knüppelnd vor, Nechochwen greifen zu Gospel of Vomit und Hornet Murmuration kennen die Dead Kennedys) gibt es hier nämlich trotzdem so verdammt viel zu entdecken: Die manisch predigenden, catchy wie frühe Converge im rauen Punk anmutenden Tired of Everything müssen wegen des catchy Redacted ebenso auf den Radar wie etwa Detractors mit Tomorrow Feeling, die ihre vogelfreien Wave-Gitarren über den Thrash zu Motörhead schicken, während der Postpunk von Nori stimmlich herrlich an Robert Smith assoziiert und der röhrend rezitierende Noiserock von Chat Pile exzessiv auftritt.

Dazu sorgen Aerial Ruin (mit dem darkfolkigen Becoming the Sunken Lake) und die wie immer umwerfenden Cloud Rat (hier nur wenige Wochen nach Faster mit einer einsam flehenden Acoustic-Nummer in bester Alice In Chains-Manier, das man erst einmal als (Blind River Acoustic Reprise) der Pollinator-Nummer Losing Weight erkennen muß!) für Momente der Einkehr, wo die Frischzellenkur für Archivmaterial für explizite Highlights sorgt: Die Neuaufnahme des Panoptikon-Frühwerkes Flag Burner Torch Bearer 2020 (Re Recording) mit aktuellen Möglichkeiten lässt die Nummer etwa in ganz neuer, abstrakter Größe strahlen, während Thou ihr Smoke Pigs nun mit Yautja-Drummer Tylor als rohe Version deutlich hastiger mit Punk-Kerosin impfen. Alleine dafür ist Overgrow to Overthrow praktisch Pflichtprogramm!

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