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Volatile Ways – Condemned To Life, Burdened To Death

Volatile Ways - Condemned To Life, Burdened To Death

Brutal, stumpf und angepisst ist der herrlich effizient ausgelegte Beatdown-Hardcore, den die Newcomer Volatile Ways aus Newcastle (in Australien!) auf ihrer Debüt-EP Condemned to Life, Burdened to Death von der Kette lassen.

Knocked Loose-Brüllwürfel Bryan Garris hat vor wenigen Monaten den Briten von Malevolence durch einen Gastauftritt auf The Other Side ein markantes Plus an Aufmerksamkeit generiert, nun erweist deren Frontmann Alex den selben Gefallen einem Quartett aus Down Under: Für Natural Selection, die längste Nummer Einstands EP von Volatile Ways, ergänzt sein toughes Geshoute grandios die gerne knorrig röchelnde, beinahe gutturale Stimme von Emilly Beekmans, während Lewy Glass (Bass), Jordan Glass (Gitarre) und Sam McCloud (Drums) eine zähflüssig am Grind, Death und Metalcore angelehnte Melange mit dissonanter Breitbeinigkeit in ein aggressives Getummel von einem Pit stürzen, für einen regelrecht catchy packenden Würgegriff sorgen.

Auch darüber hinaus ergibt sich eine schlüssige Kette der globalen Szene-Förderung, denn das Publikum von Knocked Loose und vor allem Malevolence (mehr noch, von No Zodiac bis Judiciary) wird definitiv etwas mit dem muskulösen Wut-Gebolze der zwischen rasenden Blastbeats und nackenbrechenden Slam-Attacken randalierenden 13 Minuten von Volatile Ways anfangen können. Gleich ein Plead tackert mit massiven Tieftöner-Riffs von walzender Brachialität und fettesten Breakdown-Grooves, benötigt wie auch die vom Tech-DM angezogene, hypnotisch betonierende Instrumental-Zeitlupen-Abrissbirne Burdened nur knappe eineinhalb Minuten, um seine Kampfzone mit archetypischen Gesten zu markieren. Samples aus Girl, Interrupted inklusive.
Besonders originär oder feingeistig ist das alles freilich nicht, Volatile Ways reklamieren auf dem so plakativen Condemned to Life, Burdened to Death (audio/visuell) keine Originalitätspreise. Wie verdammt kompetent, kurzweilig und demonstrativ die gängigen Genre-Konventionen antreibend die Band dabei aber auch hinten raus (über To Death und vor allem das keine Gefangenen nehmende Gemetzel Time‘s Up mit seinem zermürbenden Schleifstein-Finale) agiert, kann auf geradezu tumbe Art Spaß machen, auch atmosphärisch überzeugen. Grobschlächtig und gleichzeitig detailliert ausgefeilt; primitiv irgendwo, aber in seiner unbedingten Heavyness schlau genug für präzise gesetzte Schmerzreflexe, zumal in einem wirklich starken Fluss gebettet, der weiß, dass man manchmal einfach Dampf ablassen muß: Die energiegeladene Performance reißt da allzu generische Motive locker mit.  Kaum zu glauben jedenfalls, dass die Australier kein halbes Jahr nach der ersten Demo ihre Attitüde bereits derart selbstsicher und fokussiert demonstrieren.

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