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Witch Vomit – Abhorrent Rapture

Witch Vomit destillieren die Qualitäten ihres zweiten Studioalbums Buried Deep in a Bottomless Grave für Abhorrent Rapture auf EP-Länge – und mausern sich damit endgültig zum potenten Referenzwert im Death Metal.

So verdammt zwingend, kompakt, unterhaltsam und auch ästhetisch fesselnd wie das Quartett aus Portland muß man sein Genre-Amalgam schließlich erst einmal aufgießen: Witch Womit produzieren ihre Oldschool’esken-Death-Analogien wie War Metal-Manien, die entlang der herrlich modrigen, guttural und die Tiefe growlenden Caverncore-Vocals Kaskaden von Riffs in einen Sound schleudern, der in doomiger Hochgeschwindigkeit knüppelnd walzt, dreckig und gemein einen dynamischen, brachialen Punch zeigt, gleichermaßen straight wie variabel.
Alleine diese Performance und Inszenierung lässt Abhorrent Rapture im Sog des Eklektizismus so unbarmherzig hungrig und getrieben, so unverbraucht und frisch, wie abgeklärt und bestimmt auftreten.

Zwischen den beiden starken Ringelspielen des stimmungsvoll eingeleiteten Purulent Burial Mound und (dem etwas zu abrupt beendeten) Titelsong überragen so vor allem Funeral Purgation (das sich im aggressiven Schub auch atmosphärischer abbremst, wie eine ausblutende Slayer-Peinigung heult) und Necrometamorphosis (das massiv hämmernd den bestialischen Rock anvisiert, wie ein martialisches Workout im Morast pressiert und seine irgendwann auftauchende Blackened-Melodie eilig niederprügelt). Doch ist es mehr noch die geballte Kraft dieser gebündelten archaischen 18 Minuten, die mit der Zunge schnalzen lässt: Alleine am Umstand, wie viel Bock es macht, von der sportlichen Urgewalt Abhorrent Rapture in die kurzweilige Mangel genommen zu werden, muß sich das Gros der Konkurrenz im Jahr 2020 zu einem gewissen Grad messen.

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