Pains – Blistering Wrath

von am 31. August 2025 in EP

Pains – Blistering Wrath

Frail Body-Drummer Nick Clemenson hat leider nur sporadisch Zeit, um mit seinen Kumpels Alex Gaspar und Eric Starks als Pains die nihilistischen Daumenschrauben anzusetzen. Mit Blistering Wrath ist es jedoch endlich wieder einmal soweit.

Wo für das „grinding, explosive metal trio from the midwest“ die Grenzen zwischen Singles und EPs verlaufen, bleibt zwar weiterhin offen (Smoldering Willows und The Suffering Is the Point dauerten 2023 schließlich knappe 9 Minuten, Blistering Wrath nimmt mit drei Songs nun annähernd die gleiche Spielzeit ein – und dennoch können sich die beiden Veröffentlichungen offiziell nicht auf dasselbe Format einigen).
Doch das ist egal, denn fest steht: kurze Attacken abseits der Albumlänge sind das Ding der Band und bleiben es (alleine schon aufgrund der vielen Beschäftigungsfelder von Clemenson) vorerst wohl auch. Ebenso wenig hat sich am Moloch geändert, den Pain im Amalgam aus Grindcore, Sludge, metallischem Hardcore, Death und D-Beat-Sprengseln anrühren.

Shrapnel Dispersion hämmert Nails’esk rasend und bügelt seine Aggression mit sägenden Riffs über die wirbelnde Vitalität der dynamischen Drums unter der walzenden Heaviness, bevor Jaws of Malice – ungefähr dort, wo Pig Destroyer doomiger Punk wären –  sich in einen dystopischen Wulst auskotzt, das Spektrum öffnet und im Pit skandiert, hinten raus betonierend dicht schiebt, was als Koloss das Herzstück von Blistering Wrath darstellt.
Wie aus einem Guss übernimmt Made of Filth and Anger dort mit stoischem Groove tackernd und eng gezogenen Converge-Zügeln, führt seine Attacke aber zu einem abrupten Ende, dem – gemeinsam mit der relativen Gleichförmigkeit in der Ästhetik und einer überschaubaren Variabilität auf emotionaler Ebene – das finale Aha-Erlebnis, oder die katharische plättende, auslaugende Klimax fehlt.
An all diesen Feinheiten muss sich aber ohnedies niemand aufhängen. Alleine schon, weil die physische Version von Blistering Wrath ohnedies das Duo aus Smoldering Willows und The Suffering Is the Point einfach noch hinten dran spendiert bekommt – und damit alles ziemlich rund zusammenfindet (weswegen man dieser Version als Maßstab wertungstechnisch gedanklich auch einen Punkt mehr zugestehen würde).

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