Oliver
„Dayton, Ohio’s mysterious Rip Van Winkle has inexplicably changed their band-name to The U.S. Rip Van Winkle.“ Diese Mitteilung stellen Robert Pollard, Joe Patterson, Ben Penry und Jason Short dem Nachfolger ihres Debütalbums vorweg.
Ohne gemein sein zu wollen: Boy Harsher klingen (sieben Jahre nach Careful bzw. vier nach dem Soundtrack zu The Runner) auf ihrem Majorlabel-Debüt Get Mean wie eine domestizierte, bravere, blassere und auch langweiligere Version ihrer selbst.
Nomen est Omen: Tom Morello will es mit dem (in einem veritablen Thursday-Lookalike verpackten) Clusterfuck Everyone Gets Everything They Want einem Grossteil seiner Fans Recht machen.
Die Früchte hierfür werden sie wohl erst später ernten, doch während A New Day im Hier und Jetzt Bauchschmerzen bereiten, sorgen noch deutlicher als bisher für die nötigen Rahmenbedingungen für eine charakterstarke Karriere: Held Under An Incandescent Sky ist nach der Vorstellungsrunde So Close to Perfection… die zweite EP der anachronistischen Metalcore-Epigonen.
Wounded Touch setzten ihre vor wenigen Monaten begonnenen Zyklus mit They Promised Eden (Vol. 2) nahtlos fort, können das über die erste EP etablierte Niveau aber nicht ganz halten.
Über sieben Jahre ist Droneflower (bzw. sein Appendix) mittlerweile alt. Dass das Projekt jedoch noch lebt, beweisen die beiden neuen Songs unter dem Banner (Burials).
Eine zeitlose Archiv-Sichtung zum Bandcamp-Friday: Nach der EP The Bloody Gardener von 2025 kehren Marissa Nadler und Kompagnon Milky Burgess mit Forever wieder zum bewährten Single-Format zurück.
In Folge der Pandemie schienen Protomartyr vor der Auflösung zu stehen. Sechs kurze Jahre (und das gerne unter Wert verkaufte Formal Growth in the Desert als Zwischenspiel) später erfindet sich die Band für Hotel Usona mit Dave Fridmann nun jedoch kurzerhand ein gutes Stück weit neu.
Fünf Jahre nach dem am Piano in sich gehenden Engine of Hell trägt Emma Ruth Rundle den Kampf gegen ihre Dämonen wieder in ihrem angestammten, rockigeren Kontext nach außen. Mehr noch: Breitenwirksamer als auf These Killing Times klang die 42 jährige vielleicht noch nicht.
Neun lange Jahre haben sich God Mother für ihr drittes Studioalbum Köttvärld Zeit gelassen, auch wenn ihnen derweil durch kurze Attacken hier und da keineswegs langweilig wurde.










