Heavy Rotation
In Folge der Pandemie schienen Protomartyr vor der Auflösung zu stehen. Sechs kurze Jahre (und das gerne unter Wert verkaufte Formal Growth in the Desert als Zwischenspiel) später erfindet sich die Band für Hotel Usona mit Dave Fridmann nun jedoch kurzerhand ein gutes Stück weit neu.
Who Loves the Sun endet mit dem in seiner weitestgehend introspektiven, nur kurz mit Gewalt aus dem Rahmen gezupften Acoustic-Appendix October All the Time zwar annähernd dort, wo wir Chat Pile 2025 mit In the Earth Again verlassen haben.
Believe the Hype, Here’s Your New Favourite Band: Fake Dust legen mit ihrem Debüt Decrepitizing Din Of The Cerebral Psyopticon wohl (ganz so, wie es die Szene-Tauben hirnwütig von den Dächern schreien) das Grindcore-Album des Jahres vor. Mindestens!
Als fulminante Einheit hat ausgerechnet die nominelle Altlast Liminality / Dream State Return, derer es sich 2025 im Vorfeld des siebten Elder-Albums erst einmal zu entledigen galt, die Erwartungshaltungen an Through Zero nach oben geschraubt.
Schien es zuletzt noch so, als hätte Patrick Walker zumindest ein gewisses Maß an glücklicher Zufriedenheit gefunden, stürzt er sich jetzt, mit den wiederbelebten Warning, einmal mehr in schier unendlich bekümmerte Rituals of Shame.
The Suicide Handbook hätte seinerzeit der Nachfolger von Ryan Adams' Debütalbum Heartbreaker werden sollen, ist von der Plattenfirma aber als zu unkommerziell und melancholisch angelehnt worden. Nun, knapp zweieinhalb Dekaden später, erscheint das sagenumwobene Werk allerdings tatsächlich doch noch.
Inferno ist zwar streng genommen wohl mehr oder minder ein Solo-Album von Mike Sandison. Es ist, rund 13 Jahre nach Tomorrow's Harvest, aber gerade auch deswegen das erhoffte nächste Meisterstück im Boards of Canada-Kanon.
"Out of the ashes/ Back into the fire". Soastasphrenas steigen als Phoenix aus der Asche und bleiben die ziemlich sicher beste Screamo Band Deutschlands. Doch wollen sie mit ihrem Zweitwerk Eris mehr.
"If I ever set sail/ Promise you won't wait for me/ I was born castaway/ Lost at sea". Nein, man musste wirklich nicht mehr unbedingt damit rechnen, dass die Midwest Math Emo-Ikonen sich noch ein American Foltball (LP4) abringen können würden.
Seit 2015 hat Charley Crockett nicht weniger als 17 Studioalben aufgenommen und oftmals kaum Luft zum Durchatmen gelassen. Eine turbulentere Geschichte als die ein bisschen sprachlos machende von Clovis hat aber keines seiner bisherigen Werke erlebt.









