Bryan Adams – Charlie the Wonderdog

von am 17. Januar 2026 in EP

Bryan Adams – Charlie the Wonderdog

Nein, Charlie the Wonderdog ist natürlich keine (weitere) Fortsetzung zum eine ganze Kindergeneration traumatisierenden Don Bluth-Film Charlie – Alle Hunde kommen in den Himmel.

Sondern ein tierisches Superhelden-Feel-Good-Movie – dem Vernehmen nach ebenso solide wie harmlos, absolut generisch wie das Herz bisweilen zumindest am rechten Fleck tragend. Okaye Unterhaltung für Zuseher ab 6 Jahren, die mit einem überschaubarem Budget auskommen musste.
Was offenbar ideale Voraussetzungen dafür sind, um Bryan Adams zu engagieren – (rund 24 Jahre nach Spirit und zwei nach Pretty Woman – The Musical) allerdings nicht für den gesamten Soundtrack, aber zumindest für drei exklusive Songs.

Ein Engagement, das der Kanadier ohne großartige Inspiration als zuverlässiger Handwerker extrem unspektakulär auf Autopilot geschalten mitnimmt und adäquat liefert.
Textlich macht Adams mit komplett banalen 08/15-Plattitüden des Klischees-Positivismus praktisch nahtlos dort weiter, wo er mit Roll With the Punches aufgehört hat (nur dass die Ansprüche hier nun freilich grundlegend natürlich andere sind, als auf seinen regulären Stduioalben, weswegen Form wie Inhalt diesmal altersentsprechend für das vermeintliche Zielpublikum passen…. selbst wenn das entsprechende Kleinkind kein nostalgisch glühender Fan des seine beste Zeit hinter sich habenden Musikers ist).

Und die drei Songs an sich – Charlie the Wonderdog als locker nach vorne schunkelnde, gelöste Aufbruchstimmung mit Streichern; die Tempo-Drosselung You Got to Believe als gemütlich schwelgende Nettigkeit zu den psychedelischen Beatles; sowie der fast aggressiv inoffensive Formatradio-Poprock Anything is Possible, die sich dann doch als mitsingbarer Ohrwurm entpuppt  – sind ebenso durch und durch liebenswerte Eingängigkeit wie egale Austauschbarkeiten mit brauchbaren Hooks wennglich ohne schmissige Melodien.
Was in Summe niemandem wehtun wird, sind die routinierten, authentischen Stücke der separat ausgekoppelten EP doch weitestgehend praktisches sofort wieder vergessen. Und weil man mit dem Material für einen Kinderfilm ja nicht zu hart ins Gericht gehen muß, kann man ruhig aufrunden:

Print article

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen