Album
Rise Against sind bisher gut damit gefahren, stets Variationen desselben Albums aufzunehmen. Nun probieren sie mit Ricochet neue Wege aus - und beweisen damit nur, dass das Tragen von limitierenden fokussierenden Scheuklappen nicht die schlechteste Idee war.
Nein, Private Music ist nicht das Meisterstück, das die Herolde My Mind is a Mountain und vor allem Milk of the Madonna (sowie natürlich insgeheim auch weißes Getier am Artwork) vorab versprochen haben. Doch das geht absolut klar!
Jon „Sgah’gahsowáh“ Krieger ist mittlerweile auch im Bewusstsein der New York Times-Leserschaft angekommen. Insofern tut er gut daran, den fantastischen Vorgänger mit den noch konsentauglicher rockenden Blackbraid III konsequent fortzusetzen.
Neben der in den Black Metal-Rückspiegel blickenden Compilation Songs of Hiraeth atmet Austin L. Lunn nach seinen 2023er-Meisterstück The Rime of Memory mit Laurentian Blue im naturalistischen Folk durch.
Nach dem Tumult um eine abgesagte Arena-Tour und den folgenden Management-Bruch verlassen sich die Black Keys für No Rain, No Flowers auf die hochkarätige Klasse ausgewiesener Songwriting-Experten.
Deutlicher als der vor knapp fünf Monaten erschienene direkte Vorgänger Lonesome Drifter entlässt Dollar a Day mit dem Gefühl, dass Workaholic Charley Crockett die Dinge aktuell zu überstürzt veröffentlicht.
Auch wenn die EP New Low die sechs Jahre Wartezeit auf den Nachfolger des Greet Death-Meisterstücks New Hell verkürzt hat, fühlt sich Die in Love ein bisschen wie Comeback mit veritablen Neustart-Charakter an.
„I hate everybody everyday/ I hate everything“. Auf diese nihilistische Maxime des niemals nicht bösen Scarab-Debütalbums Burn After Listening können sich auch Todd Jones, George Hirsch und Justin DeTore einigen.
Der Vorabsong Back in the Game war fast schon ein veritabler Banger. Und damit ein ziemlicher Red Hering für restliche knappe Stunde von Tall Tales, dem Kooperations-Langspieler von Rückkehrer Mark Pritchard und Workaholic Thom York.
In seiner Funktion als legitimer Nachfolger zu Studio 150 von 2004 glänzt Find El Dorado durch die exquisite Songauswahl von Paul Weller mindestens ebenso wie durch deren erstklassige, meisterhafte Umsetzung.









