Danko Jones – Leo Rising
Jop, – trotz irritierender „Ich bin mit meiner Karriere okay„-Interviews mit der….Frontfrau?? – sind keine Missverständnisse möglich: Leo Rising ist definitiv ein Danko Jones-Album. Und wie der Frontmann zurecht garantiert – einmal mehr ein verdammt solides!
Dass sich das (selbst spielzeittechnisch einmal mehr) so wertkonservative kanadische Trio mit seinem zwölften Studioalbum keinen Jotta aus der angestammten Hardrock-Komfortzone entfernt, sollte niemanden überraschend. Wie mühelos und vor allem authentisch sie entlang der sich auch ohne Übersong (wobei Diamond in the Rough durch die Gitarrenarbeit von Marty Friedman schon besonders geil fetzt!) einfach nicht abnutzen wollenden Schablonen das Niveau des vergangenen Jahrzehnts weitestgehend halten – ja, mit Leo Rising sogar beinahe auf Augenhöhe mit Electric Sounds weitermachen – passiert dann aber auch diesmal auf eine erfrischende Weise. Nach einigen Post-2006er-
Dass sie Rock-Dienstleister mit Herzblut sind, die den Fans genau geben, was sie wollen, stellt das eröffnende What You Need jedenfalls ebenso überzeugend unter Beweis, wie das gelöste (als flotte Interpretation von Growing on Me beginnende) I Love It Louder.
Mit der Party Everyday Is Saturday Night als Schlachtruf dazwischen folgt eine ebenso simple wie effektiven Stafette aus (im besten Sinne so zu verstehenden) Standards, die sofort zünden und mittelfristig (wenn wohl auch nicht so lange, bis in pünktlichst zwei Jahren das nächste Album zur Wachablöse erscheien wird) viel Spaß machen. Egal ob Danko und Co. die Zügel am Gaspedal anziehen (It’s a Celebration) oder mit einem Plus an Testosteron mehr Ausdauer zeigen, als unbedingt gut tut (Hot Fox), wo selbst solide 08/15-Autopiloten wie Gotta Let It Go von der Masse getragen werden: die Ohrwürmer sitzen verschwitzt!
Obwohl die vagen Versuche, dem verankerten Spektrum ein paar zusätzliche Facetten auf den Weg geben mal besser (mit dem sich etwas heller und leichtgängiger in den Alternative Rock und Glam lösenden Singalong I’m Going Blind), mal schlechter (in der Schwachstelle Pretty Stuff soll der Gesang beschwörend düster gehaucht eher ein atmosphärisches Feature sein, lässt eine hinten raus raus ermüdend repetitive Nummer jedoch vor allem weniger zwingend werden) funktionieren, und die wirklich starken Nummern spürbar in der ersten Hälfte der Scheibe geparkt wurden, liefern Danko Jones mit Leo Rising eine ausfallfreie Platte – und das ist ja im Grunde ja der wichtigste Faktor für das Gelingen ihre Routine.
Dass die letzten Meter mit dem charmant powerpopigen I Can’t Stop und dem ganz ungeniert selbstreferentiell die eigenen Heydays abpausenden Too Slick for Love noch einmal einen besonders motivierten Eindruck hinterlassen, schadet der kurzweiligen Freude freilich auch nicht – und lassen für das geradlinige Gesamtpaket gerade noch ein Aufrunden bei der Bewertung zu.


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