Oliver
Nur ein knappes Jahr nach dem gefeierten Bloem (und noch kürzer nach der Compilation Relaas) haben die Niederländer von Fluisteraars ihr viertes Studioalbum fertig. Gegrepen door de geest der zielsontluiking kann dabei implizit durchaus als Gegenreaktion auf den Vorgänger verstanden werden.
The Atlas Underground hat die Latte vor zwei Jahren besonders tief gelegt - und dennoch bemüht sich Tom Morello auf The Atlas Underground Fire halbherzig, diese im Qualitätslimbo noch zu unterschreiten.
Den Preis für den besten Live-Album-Titel hat die doppeldeutige Wortspiel-Kombination von No World Tour "In Your Head" 2021 bereits sicher. Noch stärker ist eindrucksvollerweise allerdings doch nocheinmal klar die Show dahinter.
Portugal. The Man sind coole Typen und bieten vor dem Start der gemeinsamen Tour mit Alt-J über die beiden Coversongs Steal My Sunshine und Novocaine for the Soul auch den beiden Support-Acts ein bisschen Vorab-Rampenlicht.
Das religionskritische Kaleidoskop Garden of Burning Apparitions ist nicht das anvisierte Noiserock-Midtempo-Album für Full of Hell geworden - sondern eine Kerosinschub für angestammte Tugenden, der aber auch Platz für eine variablere Bandbreite lässt.
Schon seit 2019 ist James Kent von der Zugfähigkeit von Excess überzeugt. Dass er sie nun abermals als Single auskoppelt und dazu auch noch sechs Musikern zum Covern gibt, ist dann gut, aber doch dezent…exzessiv.
Viel Optimierungspotential blieb nach Unloved nicht mehr: ein bisschen zu lang und wenig variabel war das Frontierer-Zweitwerk von 2018 höchstens. Genau an diesen Punkten zieht Oxidized die Schrauben nun aber unter anderem enger - und zeigt, was sonst noch geht.
Auf der Compilation Cash for Uhuru haben (trotz der Teilnahme von Thou) vor allem Leadrinker mit einem grandiosen Nirvana-Cover Eindruck geschunden. Desert zeigt: Auch das Originalmaterial der Band ist mehr als nur überzeugend.
Das Bo Burnham Stück That Funny Feeling gehört längst zum Live-Repertoire von Phoebe Bridgers. Nun hat sie es via Bandcamp mit politisch aufgeladener Charity-Motivation auch als Studioversion veröffentlicht.
Double Negative war die vielleicht formvollendetste Neuerfindung der vergangenen Jahre und vermeintlich das definitive Meisterstück des Glitchpop in der um Lieblingswerke nicht verlegenen Diskografie von Low. Hey What zeigt nun aber: es geht in der selben Ästhetik nicht notwendiger besser, aber sogar noch radikaler, konsequenter, visionärer.










