C Duncan – It’s Only A Love Song
Mit der herrlich beschwingten Vorabsingle Delirium hat C(hris) Duncan unmittelbar für sein fünftes Soloalbum angefixt. Leider kann It’s Only a Love Song die daraus entstandene Erwartungshaltung nicht ganz stemmen.
Paradoxerweise ausgerechnet deswegen, weil sich der Mann aus Glasgow im auf dem Vorboten angekündigten Weg derart konzentriert konsequent suhlt, dass es in Summe einfach übersättigend ist.
Auf den Spuren der Heavy Blinkers haucht Duncan seinen klimpernden Chamber Pop als retroaffin ausgemahlenen Träume nämlich zu weit in die kitschig getragene Hollywood-Romantik, vertändelt
Ein Problem ist dabei auch der zu elegische, verträumte Mix. Ein Triste clair de lune beginnt beispielsweise tendenziell um Nuancen dramatischer als der Rest, verliert sich aber exemplarisch schnell in der Gefälligkeit, weil die Ahnung einer Rock-Gitarre Einbildung bleibt und die Drums einfach etwas pointierter akzentuiert für einen Hauch Knackigkeit sorgen hätten müssen.
Trotzdem – oder gerade deswegen?! – sind Stücke wie Worry (quasi Daydreaming aus der Perspektive von Sufjan Stevens) oder der betörende Closer Time and Again absolut heimelige Wohlfühloasen, wegen dem man das fast zu runde It’s Only a Love Song nicht nicht schätzen kann.


Kommentieren