Crush Your Soul – Ice Water

von am 15. Februar 2026 in Album

Crush Your Soul – Ice Water

Crush Your Soul, die um Mindforce-Frontmann Jay Petagine versammelte New Yorker Allstar-Kombo (mit Mitgliedern von Final Resting Place, Simulakra, Scarab, Recycled Earth und anderen), hat mit Ice Water ihr Debütalbum aufgenommen.

Darauf setzt die Band die selbstbetitelte EP von 2024 sowie Living Gracious (2025 praktisch nahtlos fort und spielt gewissermaßen eine heavier zum Metalcore moshende Alternative zu Mindforce, die ihre New York-Beatdown-Mentalität mit metallischer Kante spielt. Fett ballernde, die Vocals und Drums prominent vor die Gittaren mischende Songs wie (Nomen est Omen!) Style Dominates, dem Titelstück („Feels like I‘m drowning in ice wotaaaah/ Feels like I‘m livin‘ twice as hardaaaah“ macht die Killer-Hook, zieht sich aber in seiner Klischee-Sucht dennoch), Devil to Pay (aka „Devil toupee/ Devil toupee“) und das thrashig riffende To NY  sind mit ihrem simpel gestrickten Songwriting ganz auf die Effektivität der Attitüde ausgelegt. Was durchaus unterhaltsam funktioniert – zudem (ohne wirkliche Originalität) nicht einmal ganz so billig, wie es das Artwork androht – und zwar dergestalt, dass sich auch Fand von frühen Turnstile und dicht komprimierten Knocked Loose darauf einigen können.

Dass die Band zudem entsprechend klischeehafte Interludes liebt (diesmal Since I Was a Child und Memories) weiß man außerdem ebenso längst; wie von der Hip Hop-Affinität aller Beteiligten. Das für sich gesehen tolle Freezing Cold Weather fällt als sedativ dösender Boom Bap dennoch ziemlich willkürlich auftauchend aus dem restlichen Rahmen und lässt auch die Frage offen lässt, was Crush Your Soul selbst während der stimmungsvoll plätschernden zweieinhalb Minuten treiben, da ja Felons & Estee Nack als Gäste den Hip Hop gefühlt im Alleingang managen).
Daher Ice Water trotz der extrem kompakten Spielzeit von nur 17 Minuten aber ohnedies bald ein gefühlt der Gleichförmigkeit begleitet, stört dieser den Features im letzten Drittel die Zügel in die Hand gebende Ausrichtung auch nicht weiter.
Cento Vite gönnt sich mit Malice at the Palace und Missing Link heisere Akzente und ein jähes Finale, bevor Shadow Without The Dark mit den italienischen Kollegen von Silver und Blvd Of Death grobschlächtiger zu den Metal-Wurzeln einzelner Mitglieder grölt.

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