Suche nach: de la soul
Nicht so stark wie das Debütalbum - aber bis die Kumpels und Bandkollegen von Kings of Leon mit 'Mechanical Bull' die angekündigte Rückkehr zur alten Form proben und Rick Rubin mit der neuen U2-Platte fertig geworden ist, muss neben den Editors ja irgendjemand die Stadien der Welt mit adäquatem Material versorgen.
Seit Archie Samuel Marshall vor zwei Jahren rechtzeitig zu den London-Riots erstmals als King Krule für Furore in der breiteren Öffentlichkeit sorgte und gleich zum Sprachrohr seiner Generation hochgejubelt wurde ist viel passiert. Rechtzeitig zu seinem 19. Geburtstag markiert das musikalische Wunderkind der britischen Inseln seinen kreativen Prozess dann auch endlich und eklatant mit seinem heiß erwarteten Debütalbum. Um es vorwegzunehmen: darauf wird Marshall den überschwänglichen Vorschusslorbeeren nahezu spielend gerecht.
Shawn Carter rappt von seiner Yacht aus souverän über das Leben als Gott-König des millionenschweren US-Hip Hops. Dennoch ermüdend, wie inspirationslos und satt Jay-Z zwölf Jahre nach dem epochalen Mainstream-Einschlag 'The Blueprint' auf dem vierten Album seit dem streitbar notwendigen "Comeback" mit 'Kingdom Come' klingt.
Der Ausnahmeregisseur David Lynch hat für seine Spätwerk bekanntlich die Berufung abseits der Kinoleinwand als Musiker gefunden. Zwei Jahre nach seinem überraschend wohlwollend aufgenommenen Debütalbum hat der 67 jährige auf dem Nachfolger zu 'Crazy Clown Time' absolut konkret ausformulierte Vorstellungen wie er klingen möchte. Gerade das stoische Festhalten an diesen Maximen ist dann Trumpf und Achillesferse von 'The Big Dream'.
Die lange steiermarkweit als Geheimtipp gehandelten Grazer The Uptown Monotones legen mit Respektabstand zum frischen Wind, den sie letztes Jahr mit Luftballon, Beatbox und Didgeridoo in die Sido-Show „Die Große Chance“ geweht haben, ein überraschend seichtes Album vor. Bonuspunkt für die lange überfällige Verwendung der Grande Dame des Schweinsbratenbrotes als Covermodel.
Es wird wieder elektrisch am Schwarzl: Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder pilgert das Festivalvolk in das gleichnamige Freizeitzentrum zum Urban Art Forms Festival. Dieses Jahr hat man sich bemüht, noch mehr zu bieten, bespielt die Main Stage schon am Donnerstag – ohne allzu große Überraschungen im Lineup, aber mit ordentlich Remmidemmi.
Future of The Left arbeiten an ihrem vierten Studioalbum. Die Mittel dafür lukrieren sie via Crowdfunding. Und weil die Sache in jeder Hinsicht gut läuft - nach nur fünf Stunden war das Projekt ausfinanziert - spendiert die Band um Frontmann Andy Falkous vorab einen kurzen Ausblick auf kommendes in EP-Form.
Johnny Cash hatte Rick Rubin. Bob Dylan setzt auf sein Alter Ego Jack Frost. Und Tom Jones auf Ethan Jones. Denn hat man den kongenialen Produzenten fürs eigene Alterswerk erst einmal gefunden, hält man an diesem für gewöhnlich fest.
"Hurry up with my damn massage / Hurry up with my damn ménage / Get the Porsche out the damn garage/ I am a god". Danach ordert Kanye aggressiv Massagen, ist ungeduldig wenn es darum geht in Pariser Cafes auf Croissants zu warten, genießt "asian pussy"'s nur mit "sweet and sour sauce" und hat auch sonst noch die eine oder andere Lebensweisheit parat: "You see there's leaders and there's followers/ But I'd rather be a dick than a swallower".
Jesse Lortz fühlt sich auch ohne The Dutchess and the Duke sichtlich wohl einem elegischen Reich aus Rotweingetränkten Folksongs und wunderschön perlenden Americana-Schwermut. Auf dem zweiten Case Studies Album 'This Is Another Life' lässt der Mann aus Seattle deswegen schon mal die Sonne scheinen und das Tanzbein schwingen. Alles mit der nötigen Träne im Knopfloch, versteht sich.






![Urban Art Forms Festival [04.-06.07.2013 SFZ, Unterpremstätten] Urban Art Forms Festival [04.-06.07.2013 SFZ, Unterpremstätten]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/07/Spring-2013-1.1.jpg?resize=205%2C200&ssl=1)



