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Die inzwischen weniger lesbische Grimes zählt zu deklarierten Vorbildern von Magdalena Bay. Dass Claire Elise Boucher einen Remix des Imaginal Disk-Hits Image anfertigt, muss für Mica Tennenbaum und Matthew Lewin insofern einem wahrgewordenen Traum gleichkommen.
Neun Jahre nach Chrissybaby Forever ist I Wanna Run Barefoot Through Your Hair als viertes Studioalbum von Christopher Owens‘ niemals schlecht gewesener, jedoch niemals ganz die Erwartungshaltungen stemmen könnenden Solo-Diskografie das Werk, auf das man seit dem Ende von Girls gewartet hat.
Ursprünglich hat gefühlt alles darauf hingedeutet, dass God Gets You Back kein Vorbote für den regulären Album-Nachfolger des 2021er Diskografie-Highlights As The Love Continues ist. Nun kommt es doch anders - diesbezüglich schafft die Ankündigung von The Bad Fire Gewissheit.
All Paths Diverge: Nick DiSalvo erforscht drei Jahre nach Hirschbrunnen noch ergiebiger jene retrofuturistischen Pfade, die sich hinter den Klangwelten erstrecken, aus denen Elder ihre Songs ziehen.
I Want Blood deklariert Jerry Cantrell und pirscht wieder durch seine Trademark-Hoheitsgebiete. Brighten war vor drei Jahren also kein gemütlicher Start in den altersmilden, von Americana und Country bestimmten Lebensabend, sondern eher ein kurzes Durchatmen und Kräftesammeln.
Glossolalia: Die gesundheitlichen Querelen der vergangenen Jahre, die unlängst noch Tarantula Heart prägten, schnallt sich Dale Crover mit ein betont leichtgängig aus der Hüfte kommenden dritten Soloalbum vom Rücken.
Das hässliche Artwork garantiert zwar gewissermaßen eine unerträgliche Funpunk-Platte, doch löst Highly Irresponsible tatsächlich sogar ziemlich verantwortungsbewusst Versprechen an die Erwartungshaltung ein, die Better Lovers mit God Made Me an Animal noch nicht geben konnten.
Nachträglich zum zehnjährigen Jubiläum des Debütalbums Guilty of Everything spendiert Domenic Palermo mit Auditory Trauma: Nothing Isolation Sessions eine Erinnerung an eine Ära, in der die Zeit eingefroren war.
Auch eine Allstar-Allianz wie Black Curse kann an Selbstbewusstsein zulegen: Burning in Celestial Poison steigert den tonalen Hass der Band zu wahnhaft hasserfüllten War Metal-Epen.
Vier Jahre nach seinem Debütalbum Nuestros mejores deseos spielt das spanische Quartett Ramper auch auf dem Zweitwerk Solo Postres eine reizvolle, aber unbefriedigende Melange aus Postrock und Slowcore.










