Spoon – Chateau Blues / Guess I’m Fallin In Love

von am 24. November 2025 in Single

Spoon – Chateau Blues / Guess I’m Fallin In Love

Spoon geben mit der (je nach Artwork-Farbe die Startplätze tauschenden) Doppel-A-Seite Chateau Blues / Guess I’m Fallin In Love einen Ausblick auf den Nachfolger ihres 2022er-Albums Lucifer on the Sofa.

Britt Daniel: „We started work on an album this year and the way that normally goes, we write, we rehearse, we record, we mix, we get it all wrapped up tightly and then start putting songs out into the world. But as we finished up the first two songs for the LP, it crossed somebody’s mind and eventually all of ours that these two really should come out now. Let’s get them out there. And so here they are today, „Chateau Blues“ and „Guess I’m Fallin In Love.“ Two new tunes with distinct personalities that were summoned into the world the past few months in Austin TX and Providence RI, both co-produced with Justin Meldal-Johnsen.
Beiden Songs ist dabei gemein, dass sie sich ein gewisses Retro-Flair aneignen und auf den ersten Blick grundsolide liefernd wenig Begeisterung wecken, nach und nach jedoch ihre relativ zeitlose Klasse in die Waagschale werfen und unterstreichen, warum Spoon auch kurz vor dem 30. Geburtstag ihres Debütalbums Telephono eine der qualitativ zuverlässigsten Adressen im Indie-Business bleiben.

Chateau Blues ist so auch kein zahnloser Autopilot, der eingängig und sexy nach vorne shaked, um einem 70s-Glam a la T.Rex einen schroffen Garage-Vibe beizubringen und dabei coole Akzente mit Tamburin, Handclaps oder Gitarre zu setzen.
Das offenbar einem breiteren Spektrum in den Fan-Kreisen viel (mehr) Freude bereitende Guess I’m Fallin In Love setzt dagegen auf einen motorischen Kraut-Groove, der mit psychedelischer Ahnung vage Assoziationen zu einem 9ßer-affin schrammelnden Amalgam aus Queens of the Stone Age, LCD Soundsystem und Radioheads Bodysnatchers zulässt, während der Songs lässig dahinläuft.
Ohne von den nichts falsch, aber auch nichts überragend machenden Nummern hingerissen zu sein, ist zumindest die (ohnedies kaum vorhandene) Angst, dass Spoon mit ihrem elften Langspieler gach erstmals danebengreifen könnten, durch diese 7 Minuten praktisch zunichte gemacht.


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