Oliver
Die Kooperation Stygian Bought Vol. I war der nötige Schritt zur Seite, um Luft zu holen und Anlauf zu nehmen. Schließlich denken Bell Witch Future's Shadow, das Nachfolge-Projekt ihres genrefeiernden (und nebenbei auch in ästhetischer Hinsicht eine neue Metal-Zeitrechnung einleitenden) Doom-Meisterwerks Mirror Reaper, schon mit dessen ersten Teil - The Clandestine Gate - in einem noch größeren Rahmen.
Nach einer Reihe an Soundtrack-Arbeiten (für u.a. Only Lovers Left Alive, Paterson oder The Dead Don‘t Die) sowie einer Handvoll EPs legen Carter Logan und Jim Jarmusch als Sqürl mit Silver Haze nun ihr Debütalbum vor.
Zuletzt hatten sich The National mit einigen leider inkonsequenten Rock-Spitzen oder der Selbstaufopferung in der weiblichen Perspektive gegen das gefällige Verlangen der gepflegten Langeweile der Komfortzone zu stemmen versucht - nun kommen sie mit First Two Pages of Frankenstein allerdings doch noch in dieser an.
Die elf Jahre seit dem (hier doch um zumindest einen Punkt zu niedrig bewerteten, aber in der vergangenen Dekade andererseits auch nur sehr selten aus dem Regal geholten) selbstbetitelten Debüt spielen in einem Zeitverständnis wie dem von Heavy Blanket freilich keinerlei Rolle: auch auf Moon Is kommt der instrumentale Heavy Psych von J. Mascis und Co. ohne Ablaufdatum aus.
Keine halbe Stunde dauert ….So Unknown, der Nachfolger von Only Self aus dem Jahr 2018. Doch so viel Schlaghärte, Wut und Aggression, wie er in Jesus Piece immer noch kocht, will eben adäquat komprimiert sein, um seine Wucht noch gezielter einzusetzen.
Rund zwei Jahre, nachdem sie Heartless: An Alternative Mix From Fellowship Hall Sound an ihre Patreon-Gefolgschaft verteilten, gibt es den Proto-Version des 2017er-Doom-Glanzstücks von Pallbearer kurzzeitig auch via Bandcamp.
Smokey Robinson hat mit Gasms nach Time Flies When You're Having Fun von 2009 sein zweites „richtiges“ Solo-Studioalbum mit Originalmaterial in diesem Jahrtausend aufgenommen.
Sollte es noch irgendwelche Irritationen dahingehend gegeben haben, dass Dave Lombardo nicht nur die irre versierte Thrash-Ikone mit Legendenstatus ist, sondern ein grundlegender Schlagzeug-Gott mit darüber hinausgehenden Perspektiven - sein erstes Soloalbum Rites of Percussion dürfte mit ihnen verdientermaßen endgültig aufräumen.
Morgan Wallen mag man in hiesigen Gefilden wohl vor allem aus dem Feuilleton kennen, weil er mal keine „Gedanken an Rassismus verschwendet“ oder zu besoffen stimmlich angeschlagen ist, um Konzerte zu spielen. In den USA ist er aber ein absoluter Megastar - der mit seinem dritten Studioalbum One Thing at a Time verkaufstechnisch sogar Metallica aussticht.
The Invisible Blue Unicorns - A Musical Phantasmagoria ist Mick Harvey with Amanda Acevedo, J.P. Shilo und (zwei Viertel von) Sometimes With Others (nebst Rachel Maio am Cello und Tobias Humble am Schlagzeug).










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