Jack White – Live at Ford Field
Jack Em! Dagegen muss Bad Bunny beim Super Bowl erst einmal ankommen: Jack White macht die Thanksgiving Halftime Show beim Spiel der Detroit Lions gegen die Green Bay Packers zum Spektakel. Nachzuhören auch auf der digitalen EP Live at Ford Field.
Gemeinsam mit seinen bewährten Rhythmussektion (Bassist Dominic John Davis und Schlagzeuger Patrick Keeler) verwandelt Rock’n’Roll-Hall of Fame-Mitglied White die Pause zu wahren Detroit-Festspielen – auch wenn die Lions letztlich verloren haben.
Nach einer fetzend rockenden Darbietung des No Name-Vertreters That’s How I’m Feeling und vor dem obgligatorisch (mitgegröhlten), unkaputtbar und universell Stimmung machenden White Stripes-Klassiker Seven Nation Army ist das Highlight des knapp siebeneinhalbminütigen Auftritts freilich das mittig thronende, sich ideal verstehende Mash Up aus einem beatlastig („Yo, left, yo, left/ Yo, left, right, left“) ummodelierten Hello Operator und ‚Till I Collapse, für das plötzlich auch Eminem auf der Bühne steht und verdammt solide anheizt.
Die Performance hat dabei trotz Cheerleader und Feuerwerken aber auch etwas geerdetes, simples und unglamourös archaisches – was dem Pferderitt von Beyonce ebenso abging, wie dem Hosen-Auslauf von Kendrick – und holt mit ihrer souveränen Effektivität ab.
Soll heißen: Hier hat Jay-Z ins Schwarze getroffen – hätte die mit Live at Ford Field eingegangene Show im größeren Rahmen des Super Bowl stattgefunden, würde man von einem Highlight der (ja, zugegeben ziemlich dürftigen) jüngeren NFL-Geschichte sprechen.


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