Lisa Cerbone – Nowhere I Have Ever Been
Die Zusammenarbeit mit Mark Kozelek hat bereits auf dem Vorgänger We Still Have Sky hervorragend funktioniert. Nowhere I Have Ever Been macht insofern alles richtig, indem es sich – mit klarer Rollenverteilung – praktisch zum vollwertigen Kollaboration-Album auswächst.
Nur auf einen Song ihres sechsten Studioalbums ist Lisa Cerbone alleine zu hören – und ausgerechnet Good Time Charlie zieht sich ein wenig zu monoton, wo durch die sehr überschaubare Bandbreite entlang eines limitierten Instrumentariums, einem stets ruhig entschleunigten Tempo, und einer genormt beiläufige Intensität ohnedies eine gewisse Gleichförmigkeit herrscht.
Anstatt ein Spektakel zu forcieren oder gar magische Momente zu generieren, ist die Zusammenarbeit der beiden Veteranen jedoch ohnedes eher der ideale Begleiter, um entlang kleiner Geschichten („a genealogical research into her family’s past, the album reflects on the fragile nature of love and the way memory shapes identity„) zu reflektieren und die Einsamkeit zu genießen.
Es sind meist subtile Akzente, die Produzent Kozelek (an „background vocals, guitars, bells, percussion“) als ansonsten ständig anwesender Gast der Platte setzt. Doch sie sind spürbar und sorgen für Facetten, wenn der streitbare Musiker für leise Harmonien im Hintergrund sorgt, The Missing Year praktisch zum Duett macht uns die Protagonistin hinten raus schnipsend dezent schunkeln lässt, oder die betörend unscheinbar bimmelnd gezupfte Zeitlupe That Night at the Fair als melancholische Innenansicht exemplarisch dort einfängt, wo die Intimität früher Sun Kil Moon sich auf Kate Bush und Jessica Pratt einigen kann.
Erst hinten raus bringen die immer klar im Fokus stehende Cerbone und (der hier beim Fan durchaus den Wunsch weckt, dass er sich doch auch auf eigenen Platten wieder in derart unextrentischen Singer-Songwriter-Folk-


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